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Spielen statt rauchen: Smartphone-Spiel soll bei Nikotinsucht helfen

1 Min. Lesezeit

Statt zur Zigarette sollen Raucher:innen zum Smartphone greifen, um mit der Wasserpistole auf Zigaretten und Co. zu feuern. Klingt komisch, ist aber Teil eines Projektes zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Entwickelt wurde das Ganze vom Neuropsychiatrischen Zentrum Hamburg (NPZ) und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), wie das Portal e-health-com berichtet. Die Idee dahinter: Mit dem Smartphone-Spiel von der Lust aufs Rauchen abzulenken und lernen "nein" zur Zigarette zu sagen.

Mit Wasserpistolen auf Zigaretten schießen

Auf unterschiedlichen Levels löschen Nutzer:innen Zigaretten, Zigarren und Pfeifen, die sie verfolgen, mit der Wasserpistole aus. Gamification nennt sich dieses Konzept, bei dem Elemente des Spiels in andere Bereiche integriert und ihre Effekte genutzt werden.

Gestartet wurde das Projekt x.it vor vier Jahren. Ziel war es, eine innovative Anti-Raucher-Maßnahme im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung zu entwickeln. Trotz der Corona-Pandemie wurden ausreichend Teilnehmer:innen gefunden, um erste Daten auszuwerten.

Je höher das Level, desto geringer der Nikotinkonsum

Demnach gebe es einen Zusammenhang zwischen der Teilnahme am Spiel und der Reduktion des Nikotinkonsums, heißt es in dem Bericht. Je länger die Teilnehmer:innen dem Spiel treu geblieben sind und je höher ihr erreichtes Level war, desto mehr Zigaretten seien nicht geraucht worden.

Neben einem Projektbericht sollen auch die Studienergebnisse zeitnah gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf als begleitender Institution veröffentlicht werden.

Die App ist bei Google Play für Android-Geräte erhältlich, kann aber nur von Mitarbeiter:innen der teilnehmen Unternehmen genutzt werden.

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