Gesundheitsapp: Kalorienzähler Shutterstock/Dragon Images

Beim Abnehmen im Netz hilft die Kraft der Gruppe

Wer im Internet nach Abnehmtipps sucht, findet ein großes Angebot an Kalorienzähler-Apps, Foren und Gruppen in sozialen Netzwerken vor. Dabei lohnt es sich, auf Privatsphäre und Kosten zu achten

Das sollten Sie wissen
  • Abnehmgruppen in sozialen Netzwerken sorgen für Motivation
  • Bei der Privatsphäre müssen Abstriche gemacht werden
  • Kalorienzähler-Apps sind nützlich, aber was zählt, ist die Umsetzung im Alltag

Der Wunsch, gesünder zu leben, motiviert viele Menschen, mit dem Abnehmen zu beginnen. Doch wer sich zum Kampf gegen das Übergewicht entschlossen hat, kann Ernährungsgewohnheiten und Bedürfnisse oft nicht so leicht umstellen. Das Internet bietet eine Fülle an Abnehmtipps, aber auch viele fragwürdige Diäten, die schnelle Erfolge versprechen.

Warum die digitale Vernetzung helfen kann

Auch die Vernetzung mit Betroffenen ist einfach geworden: In sozialen Netzwerken wie etwa Facebook tauschen sich Nutzerinnen und Nutzer über ausgewogene Ernährung aus und geben sich Tipps zum Abnehmen. Die Kommunikation mit Gleichgesinnten kann durchaus längerfristig motivieren, weil der gemeinsame Kampf gegen die Pfunde verbindet und erreichte Zwischenziele diskutiert werden. Allerdings ist es wichtig, Inhalte und Tipps noch einmal für sich zu prüfen und die Quelle zu hinterfragen. Im Zweifel ist Ihnen Ihre Arztpraxis sicher behilflich.

Die Gruppen sind meist privat. Man muss als Mitglied aufgenommen werden, um an den Gesprächen teilzunehmen. Dabei sollte Ihnen bewusst sein, dass Ihre Posts anderen Facebook-Nutzern in dieser Gruppe zugänglich sind und Likes sowie Kommentare gelesen werden können. Hier sollten alle eine persönliche Abwägung zwischen Nutzen und Datenschutz für sich treffen. Es ist aber auch möglich, die Social-Media-Aktivitäten rückwirkend zu löschen.

Apps ermitteln benötigten Kalorienbedarf pro Tag

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Kalorienzähler-Apps, mit denen Nutzer ein Ernährungstagebuch führen können. Man trägt Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und Wunschgewicht ein, worauf die App den benötigten Kalorienbedarf pro Tag ermittelt. Die Dienste umfassen neben einem persönlichen Abnehmplan meist auch einen Schrittzähler sowie personalisierte Lebensmittel- und Sportpläne.

Ein Vergleich der Apps macht Sinn, um herauszufinden, ob einem eine Vielzahl an Funktionen oder Einfachheit wichtiger ist. Ebenfalls bedeutsam ist der Blick auf die Kosten. Fast alle Abnehm-Apps bieten kostenpflichtige Updates mit zusätzlichen Funktionen wie Ernährungsplänen, Rezepten und Analysen über längere Zeiträume an. Bei einigen Apps stehen Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index im Fokus, die lange satt machen sollen.

Wer sich mit anderen austauscht, ist motivierter

Neben Gruppen in sozialen Medien und Apps finden sich im Netz auch klassische Diätplaner wie Weight Watchers sowie Selbsthilfegruppen wie forum-adipositas. Für alle Angebote gilt: Die Pläne können noch so anspruchsvoll und die Ernährungstipps noch so überzeugend sein – letztendlich zählt die Umsetzung im Alltag. Hierbei hilft die Stärke der Gruppe – wer sich mit anderen austauscht, bleibt motivierter und eher am Ball. Denn das Gewicht nach einer erfolgreichen Diät zu halten: Das ist die eigentliche Kunst.