Pflegedigitalisierung: Roboter mit Senior Shutterstock/Miriam Doerr, Martin Frommherz

Weichenstellung für die Digitalisierung der Pflege

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Sechs Verbände des Gesundheits- und Sozialwesens fordern einen nationalen Strategieplan zur Digitalisierung der Pflege, in welchem festgelegt werden soll, wie digitale Lösungen sowohl Pflegebedürftige als auch Pflegende künftig unterstützen können

Diese Unterstützung wird dringend benötigt: Eine Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2012 kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bis 2030 um die Hälfte ansteigen wird, während zugleich immer weniger Menschen in Pflegeberufen tätig sein werden. Doch noch steckt die Digitalisierung der Pflege in den Kinderschuhen. Es gilt, ihre Chancen und Risiken sinnvoll abzuwägen und einen nationalen Strategieplan zur Digitalisierung des Pflegesektors zu entwerfen.

Es existiert bereits eine Vielzahl sogenannter "sozialer, digitaler Assistenzsysteme", welche Pflegende entlasten, Qualität und Sicherheit der Pflege steigern und Betroffenen wieder mehr Teilhabe ermöglichen können. Die Bandbreite reicht von Pflegerobotern über Apps, die an die Einnahme von Medikamenten erinnern, bis hin zu elektronischen Haustieren. Ihr Einsatz muss im Einzelfall immer auch unter ethischen und moralischen Gesichtspunkten betrachtet werden.

Viele Fragen sind noch offen und müssen zeitnah und bundesweit einheitlich beantwortet werden. Die technische Ausstattung von Einrichtungen, Umfang und Inhalt einer digitalen Grundversorgung für Pflegebedürftige und Angehörige, aber auch die Digitalkompetenz des Pflegepersonals müsse bedacht werden, um die Pflegedigitalisierung zielgerichtet voranzutreiben.


Schlagworte

Pflege Politik

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