Nahaufnahme einer schwangeren Frau, die sich mit ihrer Apothekerin berät iStock/Geber86

Vertrauen in digitale Gesundheitslösungen wächst

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Immer weniger Menschen haben Sicherheitsbedenken bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Das ergab die Studie eines Beratungsunternehmens 

Wie verändert sich die Einstellung der Menschen in Deutschland zu digitaler Gesundheit? Wie stehen sie zu künstlicher Intelligenz in der Diagnostik, würden sie der Forschung Daten zur Verfügung stellen und wie nutzen sie Smartphones? Diese Fragen untersucht das Beratungsunternehmen BearingPoint seit 2017 alle zwei Jahre.

Vertrauen in die hausärztliche Praxis

Hatten sich der Studie zufolge 2017 fast zwei Drittel der Befragten wegen der Sicherheit ihrer Gesundheitsdaten Sorgen gemacht, glaubt nun 53 Prozent, dass ihre Daten vor Zugriffen Unbefugter sicher sind. Das größte Vertrauen scheinen Hausärzt:innen zu genießen: Einer Datenübertragung an ihre Praxis würden sogar 71 Prozent der Befragten zustimmen. Gingen die Daten an ein Krankenhaus, wären damit 61 Prozent einverstanden, gingen sie an die Krankenkasse wären es 50 Prozent.

Digitale Lösungen kommen im Alltag an

Grund für das gewachsene Vertrauen in die Digitalisierung des Gesundheitswesens könnte sein, dass immer mehr Menschen bereits digitale Gesundheitslösungen nutzen. So haben beispielsweise 37 Prozent der Befragten Apps für die Überwachung und Optimierung ihrer Gesundheit auf ihren Smartphones oder Tablets wie Ernährungs- und Fitnesstracker. Im Jahr 2017 waren es nur 18 Prozent.

Die Gesellschaft habe in allen Bereichen des Alltags Digitalisierung erlebt und Vertrauen gefasst, interpretiert  Ralf Dillmann, Partner bei BearingPoint, die Ergebnisse der Studie. Dieser Offenheit müsse man nun konkrete Angebote gegenüberstellen.

Die Studie ergab allerdings auch, dass es mit 34 Prozent einen relativ hohen Anteil von Menschen in Deutschland gibt, der von digitalen Standards wie der elektronischen Patientenakte (ePA) noch nie gehört hat. Nur sechs Prozent der Befragten nutzen die ePA bereits, 41 Prozent haben es der Studie nach zumindest vor.

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