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US-Studie: Wem Telemedizin nicht hilft

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Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie aus den USA kam es während der Corona-Pandemie zwar zu einem deutlichen Zuwachs bei der Nutzung von Telemedizin, allerdings würden nicht alle Menschen davon profitieren

So setzt die Telemedizin voraus, dass Patienten das Wissen und die Fähigkeit besitzen, online zu gehen, audiovisuelle Geräte zu bedienen und ggf. technische Fehler beheben zu können. Viele ältere Erwachsene können jedoch aufgrund fehlender technischer Affinität dies nicht umsetzen. Einen Nutzen aus der digitalen Gesundheitswelt kann diese Altersgruppe daher nicht ziehen. Auch für Menschen mit Hör-, Seh- oder kognitiven Problemen, macht eine virtuelle Kommunikation mit den Ärzten fast unmöglich.

Am stärksten betroffen sind laut der Studie ältere, arme Männer in ländlichen Gebieten. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hätte jeder dritte Amerikaner ab 65 Jahren Probleme gehabt, sich online mit seinem Arzt in Verbindung zu setzen. Auch würden Telefon-Diagnosen für die Hälfte nicht funktionieren, wie die Forscher dokumentierten. Stattdessen seien Kliniken und ambulante geriatrische Versorgungsmodelle in ihren Fällen unabdingbar.

Die Forscher appellieren daher an die Politik, die digitale Kluft zu überwinden. Telemedizin werde allgegenwärtig, daher sollten Telekommunikationsgeräte als medizinische Notwendigkeit abgedeckt werden.

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