ärztliche Beratung online Shutterstock/Agenturfotografin

Telemedizin-Anbieter öffnet für Kassenpatienten

Videosprechstunden beim Anbieter Teleclinic sollen ab 28. Mai 2020 allen Kassenpatienten offen stehen. Bisher war der virtuelle Arztbesuch Privatversicherten und Selbstzahlern vorbehalten. Zudem hatten einige Kassen Kooperationsverträge

Bereits seit Herbst 2019 erstatten Kassen Videosprechstunden, wenn die ärztliche Praxis einen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zertifizierten Videoanbieter nutzt. Teleclinic stellt Ärztinnen und Ärzten nach einigen Angaben nun die erste Software zur Verfügung, mit der sie von der Behandlung bis zur Abrechnung alle Schritte erledigen können. Bisher mussten die Daten für die Abrechnung manuell zusammengeführt werden.

Teleclinic-Gründerin Katharina Jünger sieht ihr Unternehmen durch die neue Software im Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Ihr Ziel sei es, das Geschäft auszubauen. Gegenwärtig nutzen nach Angaben von Teleclinic 8.000 Personen das System pro Monat – bis zum Ende des Jahres sollen zwischen 100.000 und 150.000 Behandlungen durchgeführt worden sein.

Jünger gründete Teleclinic vor sechs Jahren und will die Belegschaft mit der Aussicht auf mehr Patienten von 40 auf 60 Mitarbeiter aufstocken. Sie verbucht die Öffnung für Kassenpatienten positiv: "Seit sechs Jahren habe ich dafür gekämpft, dass Kassenpatienten online so zum Arzt gehen können wie in der normalen Welt", erklärt die Unternehmerin. Nun steht diesem Ziel nichts mehr im Weg.

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