Supercomputer Fugaku Getty Images/AFP/STR/JIJI Press

Supercomputer unterstützt Kampf gegen Corona

1 Min. Lesezeit

Der japanische Supercomputer Fugaku analysiert in wenigen Stunden, wofür andere Rechenzentren Monate brauchen. Das hat wichtige Erkenntnisse für den Kampf gegen das Coronavirus gebracht

Zu Beginn der Pandemie haben Forscher:innen mit Fugaku ein exaktes Modell des Coronavirus modelliert und die Wirksamkeit vorhandener Medikamente getestet. Auch die Ausbreitung des Virus in kleinen und großen Räumen konnten sie mit dem Rechner simulieren.

Einer der bedeutendsten Beiträge Fugakus für den Kampf gegen das Coronavirus lag aber in der Masken-Simulation: Um herauszubekommen, wie sich das Tragen eines Mundschutzes und das Abstandhalten auf die Verbreitung des Virus auswirken, haben Forscher:innen Masken aus Baumwolle, Polyester und Vliesstoff untersucht. Masken aus Vliesstoff blockieren die virushaltigen Tröpfchen in der Atemluft am besten. Dieser Schutz ließ nur zehn Prozent der maximal 20 Mikron kleinen Tröpfchen durch die Lücke zwischen Maske und Gesicht entweichen.

Fugaku steht im Forschungszentrum von Fujitsu und RIKEN in Kobe, Japan. Seine Rechenleistung beträgt 442 Peta-FLOPS, was der Power von 43.000 PlayStation-5-Konsolen entspricht. Fugaku belegt damit den ersten Platz in der 55. TOP500-Liste der leistungsstärksten Supercomputer weltweit.

Natürlich war Fugaku kein Schnäppchen: Die Hardware füllt mehr als 400 Datenschränke. Und inklusive aller Entwicklungskosten der genutzten Software standen am Ende 1,231 Milliarden US-Dollar auf der Rechnung. Wie Fugaku aussieht und funktioniert, zeigt dieses Video (engl.).

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