blockchain Shutterstock/Leo Wolfert

Neues Sicherheitssystem für digitale Medizin

2 Min. Lesezeit

Das Sicherheitssystem Blockchain ist vor allem durch Kryptowährungen wie Bitcoin bekannt geworden. Es ist allerdings deutlich vielseitiger anwendbar und wird jetzt für die digitalen Patientenakte und in der Medikamentenerkennung getestet

Ein neuer Einsatzbereich der Blockchain-Technologie ist die Medikamentensicherheit. Es wird genutzt, um Arzneimittelfälschungen vorzubeugen. Allein im März diesen Jahres wurden laut der europäischen Polizeibehörde Europol weltweit rund 4,4 Millionen gefälschte Medikamente sichergestellt. Im Zuge der Entwicklung eines Impfstoffes und Medikaments gegen Covid-19 steigen die Befürchtungen, dass Präparate gegen das SARS-CoV-2 bald das Ziel von vielen Fälschungen werden könnten.

Die Blockchain könnte dank ihres dezentralen Aufbaus, der hohen Rückverfolgbarkeit sowie ihrer Transparenz Abhilfe schaffen. Künftig könnten auch Laien dank QR-Codes auf Medikamentenverpackungen sogar selbst überprüfen, ob es sich um ein echtes oder gefälschtes Produkt handelt.

Ein weiterer Anwendungsfall für die Blockchain stellt die elektronische Patientenakte dar. Das Projekt BloG³, das in Karlsruhe angesiedelt ist, erforscht derzeit die Möglichkeiten dieser Technologie. Ziel ist ein erhöhter Schutz beim Austausch von sensiblen Gesundheitsdaten. Das System soll testweise für die nächsten drei Jahre an der Charité Berlin eingesetzt werden.

Professor Wilhelm Stork, Direktor am Forschungszentrum Informatik und Leiter des BloG³, betont, dass Patientinnen und Patienten stets die Souveränität und die Kontrolle über ihre Daten behalten sollen.

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