Künstliche Intelligenz soll Training optimieren Getty Images/Javier Rueda

Künstliche Intelligenz soll Training optimieren

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Forscher:innen in Köln wollen mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) das Erlernen psychomotorischer Fähigkeiten im Sport verbessern. Videospiele dienen als Vorbild. Der Bund fördert das Projekt

Ob Hochsprung, Tischtennis, Tanzen oder eine andere Sportart: Wer Erfolg haben will, muss jahrelang intensiv trainieren. Um die nötigen psychomotorischen Fähigkeiten zu erlernen seien praktische Übungen, direkte Rückmeldungen und Reflexion nötig, sagt Prof. Dr. Roland Klemke vom Cologne Game Lab der TH Köln. Der Wissenschaftler leitet ein Forschungsprojekt, das eine sogenannte Lernumgebung für das selbstständige Trainieren psychomotorischer Fähigkeiten entwickelt. "Mit Technologien aus Videospielen, modernen Instrumenten aus der Sensortechnologie und künstlicher Intelligenz wollen wir erproben, inwieweit das eigenständige Erlernen psychomotorischer Fähigkeiten besser unterstützt werden kann", so Klemke.

Zwei Millionen Euro für virtuelle Trainingsprogramme

Dafür zeichnen jeweils Expert:innen einer Sportart die korrekten Bewegungsabläufe auf und generieren aus den Auszeichnungen eine virtuelle Kunstfigur, Avatar genannt. Auf einem Bildschirm, in einer Augmented- oder Virtual-Reality-Umgebung dargestellt, dient der Avatar den Sportler:innen als Vorbild, ihr Lernfortschritt wird mit KI-Hilfe analysiert. Auf diese Weise können Sportler:innen die Basis-Abläufe und -Bewegungen ihrer Sportarten trainieren und erhalten gleichzeitig ein individuelles Feedback. Tänzer:innen etwa können mit Avatar-Hilfe ihre psychomotorischen Fähigkeiten verbessern und Bewegungsabläufe dem Avatar anpassen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das im März 2021 gestartete Projekt mit über zwei Millionen Euro. Partner des Verbundforschungsprojekts "Multimodales Immersives Lernen mit künstlicher Intelligenz für Psychomotorische Fähigkeiten" (MILKI-PSY) sind das Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik (IPK) der TH Köln, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) sowie die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS).

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