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Grabvorsorge in Hamburg: Der leise Klick zum schönen Ende

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Der Tod ist bekanntlich Teil des Lebens - genau wie Steuern zahlen und gestörte Video-Konferenzen aus dem Homeoffice. Weil die Digitalisierung auch die traurigsten Bereiche unseres Lebens ohne Gnade erfasst, darf auch die letzte Ruhestätte nicht fehlen

Eine entsprechende Meldung der Bild-Zeitung ("Per Mausklick ins Grab") hat so auch die hart gesottenen Mitglieder der Digital-Ratgeber-Redaktion gerührt. Der Hintergrund: Seit Kurzem bucht man auf der Website des Ohlsdorfer Friedhofs in Hamburg seine letzte Reise online. Ganz ohne Expedia oder booking.com.

Getreu der Devise, die Lage entscheidet, kann man sich per virtuellem Rundgang anschauen, ob die spätere Grabstätte im Ruhewald, an den Wasserspielen, in der Krypta, im Wildblumengarten oder etwa unter Bäumen liegen soll. Hier hat sich der Hamburger Friedhof eindeutig von Immoscout24 inspirieren lassen.

Danach wählt man aus dem Komplettangebot der Friedhofsverwaltung rund ums Grab die gewünschten Services aus. Von der Reservierung bis zur Herrichtung der Grabstätte nach der Beisetzung lässt sich alles digital buchen.

Das letzte Hemd hat keine Taschen und wer es zum Ende schön ("Apfelhain mit runden Beeten und Zierapfelbäumen") haben möchte, muß schon einiges ausgeben: 5688 Euro für ein Sarggrab erscheinen selbst angesichts der steigenden Mieten in Ballungsräumen wie Hamburg nicht als Schnäppchen. Ob der Preis eine Mieterhöhung  (Ruhezeit für Erdgräber:  20 - 30 Jahre) beinhaltet, war zum Redaktionsschluss nicht zu recherchieren.

Gut, dass das online gebuchte Grab jederzeit zurückgegeben werden kann. Die Gebühren gibt abzüglich einer Reservierungsgebühr zurück.

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