Testen im Labor Shutterstock/Mongkolchon Akesin

Beschleunigtes Corona-Testverfahren entwickelt

1 Min. Lesezeit

Forscher der Universität Bielefeld haben ein beschleunigtes Testverfahren entwickelt, mit dem innerhalb von 16 Minuten festgestellt werden kann, ob sich die Testperson mit Corona infiziert hat

Bei den gängigen PCR-Tests wird das genetische Material des Virus als Grundlage genutzt. Steckt sich ein Mensch mit dem SARS-CoV-2 an, ist in dem entnommenen Abstrich aus Mund-, Nasen- oder Rachenraum auch das genetische Material des Virus enthalten. Dieses liegt als sogenannte RNA vor.

Auch die Forscher der Universität Bielefeld haben bei der Entwicklung des beschleunigten Testverfahrens das genetische Material des Virus als Grundlage genommen.  Da aber in der Probe meist zu wenig RNA-Moleküle enthalten sind, müssen diese vervielfältigt werden. Dies wurde mit Hilfe des sogenannten Thermocycler geschafft: Das Gerät fährt die Temperatur hoch und runter, bis das genetische Material so oft reproduziert wird und das Virus im Test sichtbar ist.

Die Entwickler des Thermocycler, das niederländische Unternehmen Molecular Biology Systems B.V., schrieben hierfür eine Software, die sowohl die benötigte Zeit als auch die Arbeitsschritte verringert. Auf diese Weise können stündlich 570 Tests analysiert werden. Das neue Verfahren ist damit nicht nur schneller, sondern auch kostengünstiger, erklärt Professor Christian Kaltschmidt vom Lehrstuhl für Zellbiologie der Universität Bielefeld.


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Corona

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