Senior mit AR Brille im Rollstuhl Shutterstock/vectorfusionart

“Augmented Reality” gegen Einsamkeit bei älteren Menschen

1 Min. Lesezeit

Die Vereinsamung von Älteren ist auch in Deutschland ein ernstzunehmendes Problem, welches durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie verstärkt wird. Eine neue Kommunikations-Technik will Abhilfe schaffen

Ein Forscherteam der Technischen Universität Ilmenau arbeitet an einem Projekt, das durch den Einsatz von computergestützter Erweiterung der Realitätswahrnehmung ("Augmented Reality", AR) die Kommunikation zwischen Menschen realistischer machen möchte. So soll insbesondere die Vereinsamung Älterer bekämpft werden.

Mittels der AR-Technik wird die jeweils andere Wohnung bei einem Ferngespräch zwischen zwei Personen realitätsnah dargestellt. Dies hätte insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie großes Potenzial. Schließlich ist direkter Kontakt für Menschen höheren Alters oder mit Vorerkrankungen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für diese. AR-Kommunikation kann durch die realistische Darstellung der Telefonierenden dazu beitragen, eine Nähe zwischen ihnen zu ermöglichen, die per Telefon oder Videochat nicht möglich ist.

Für die Kommunikation benötigt man eine AR-Brille. Da die Anwendung der AR-Technologie eine Herausforderung für ältere Menschen darstellen kann, arbeiten die Forscherinnen und Forscher parallel an robotischen Assistenzsystemen, die Hilfestellungen beim Tragen oder dem Bedienen der AR-Brille geben sollen.

Das Co-Humanics-Project ("Co-Presence of Humans and Interactive Companions for Seniors") wird von der Carl-Zeiss-Stiftung über die nächsten fünf Jahre mit 4,5 Millionen Euro gefördert.

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