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Video-Besuch bei Oma und Opa

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4 Min. Lesezeit

Persönliche Besuche, insbesondere bei der Risikogruppe der Generation 60plus, sind in Zeiten der Pandemie tabu. Wir erklären, wie Sie digital in Verbindung bleiben.

Das sollten Sie wissen:
  • Mit den richtigen Hilfsmitteln können Sie auch in Zeiten von sozialer Distanz eng mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben.
  • Wichtig ist, dass die Geräte auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind.
  • Am besten abklären, ob das Internet ausreicht und noch weitere Geräte, zum Beispiel Kopfhörer, benötigt werden.

Corona verhindert direkte Kontakte

Es gilt derzeit insbesondere die Risikogruppe der Senioren zu schützen. Jüngere können Älteren im Alltag helfen, indem sie zum Beispiel das Einkaufen für die Nachbarn übernehmen. Wichtig ist es jedoch, den sozialen Kontakt nicht zu verlieren, auch wenn dieser bis auf weiteres auf Distanz erfolgen muss. Für Kinder, deren Eltern zur Risikogruppe zählen und Familien, in denen die Großeltern ihre Enkel nicht mehr sehen können, ist dies eine besondere Herausforderung.

Digitaler Helfer wie Smartphones, Tablets und Smart Home Devices unterstützen dabei, sich auch aus der Ferne nah zu sein. Das heißt konkret, falls die Großeltern noch kein Smartphone oder Tablet besitzen, ist jetzt die richtige Zeit, ihnen eines zu kaufen. Bestellen Sie es online zu sich nach Hause, richten Sie es ein und schicken Sie es anschließend weiter zu Oma und Opa. Dann müssen Sie dafür nicht einmal vor die Tür.

Videochats gegen Einsamkeit

Bei der Suche nach dem passenden Smartphone-Modell lohnt es sich einen Blick auf spezielle Senioren-Handys zu werfen. Anforderungen wie die Kompatibilität mit Hörgeräten, extra große Tasten, eine einfache Menüführung oder ein beleuchtetes Display werden hier meist schon erfüllt. Anbieter sind zum Beispiel Simvalley, Emporia oder Doro.

Bei nachlassender Sehkraft hat das Tablet mit seinem größeren Display einen unschlagbaren Vorteil. Hierauf lässt es sich nicht nur besser per Video telefonieren, auch Sendungen aus Mediatheken und Bilder sind besser zu erkennen. Überprüfen Sie vor dem Kauf eines digitalen Geräts aber die WLAN-Verbindungen bei den Großeltern zu Hause, beziehungsweise lassen Sie sich die nötigen Daten vom Seniorenheim mitteilen.

Konfigurieren Sie das Smartphone oder Tablet vorab, so dass es gleich benutzt werden kann. Installieren Sie die wichtigsten Apps, mit denen Oma oder Opa, bzw. die Eltern in Kontakt mit anderen bleiben können. Messenger-Dienste wie Whatsapp, Signal oder Telegram sind alle kostenlos. Suchen Sie den Dienst aus, den Sie ohnehin als Familie nutzen. Richten Sie hier gleich Chatgruppen ein:

  • mit der Familie
  • der Verwandtschaft
  • den Enkeln

Und lassen Sie sich auch die Kontakte von wichtigen Freunden und Bekannten mitteilen. Hinterlegen Sie außerdem wichtige Telefonnummern, wie zum Beispiel der hausärztlichen Praxis und der nächstgelegenen Apotheke.

Familiäre Nähe trotz Social Distancing

Dem Enkel beim Krabbeln zusehen oder der Tochter das Rezept von Omas Spezialsoße er- klären? Möglich ist das auch mit sogenannten smarten Bildschirmen, wie dem Echo Show von Amazon, der Maxi-Version des Google Nest Hub oder dem Smart Display 7 von Lenovo. Die Geräte vereinen die Funktionalitäten eines Tablets mit denen eines smarten Lautsprechers. Diese Geräte lassen sich per Sprachsteuerung bedienen. Das ist insbesondere für ältere Menschen hilfreich, die sich aufgrund nachlassender Sehkraft oder motorischer Einschränkungen mit der Bedienung von Touchscreens oft schwertun.

Smarte Bildschirme verfügen über eine Kamera, mit der sich in Zeiten von Corona Videotelefonate führen lassen. Damit das funktioniert, muss das Gerät mit dem Internet verbunden und mit einem entsprechenden Nutzerkonto verknüpft sein. Sie können für Oma und Opa aber auch Bilder von Ihrem letzten Urlaub laden, die das Gerät als Fotogalerie abspielt. Außerdem können sich Ihre Lieben damit zum Beispiel Nachrichten vorlesen lassen oder Musik abspielen.

So kommt der digitale Helfer zur Oma

Je nachdem, wo Ihre älteren Verwandten leben, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Überbringung. Wohnen Oma und Opa im näheren Umkreis, können Sie Tablet und Co. selbst vorbeibringen, vor die Türe oder in die Garage legen und die (Groß-)Eltern holen es sich, sobald Sie wieder weg sind. Fragen Sie im Pflege- oder Seniorenheim nach, ob sie das Gerät während der Ausgangsbeschränkungen am Empfang abgeben können. Das Gerät lässt sich ebenfalls mit einem Kurierdienst transportieren oder – und dafür müssten Sie einmal nach draußen – das Telefon per Post verschicken. Das gilt insbesondere für den Fall, dass die Entfernung zu groß ist.

Kopfhörer nicht vergessen

Besorgen Sie Ihren Angehörigen zum smarten Digitalgerät bitte auch gleich einen guten Kopfhörer. Es mag für Ihre Verwandten zwar nichts Interessanteres und Wichtigeres geben, als der Enkelin beim Klavierüben zuzuhören oder mit dem Sohn die Homeoffice-Situation zu diskutieren – Nachbarn, andere Mit- oder Heimbewohner und Angestellte könnten sich aber gestört fühlen.

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