Mädchen Kleinkind App Ipad F1online GmbH

Mit diesen Apps kommen Sie durch die Corona-Krise

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6 Min. Lesezeit

Wenn der Kontakt zu Freunden und Familie eingestellt werden muss, helfen Apps zumindest digital in Kontakt zu bleiben. Wie man die Kinder sinnvoll beschäftigt und zuverlässig informiert bleibt.

Das sollten Sie wissen
  • Apps können in der Corona-Krise helfen, Kontakt zu halten, Kinder zu unterhalten und sich umfassend zu informieren
  • Per Chat-Apps wie Faceboock, WhatsApp, Signal oder Wire lässt sich miteinander schreiben oder videotelefonieren. Wichtig: Datenschutz im Auge behalten
  • Gerade die öffentlich-rechtlichen Sender bieten viele kindgerechte Angebote
  • Seriöse Informationen gibt es in Apps der öffentlich-rechtlichen Sender oder der großen Tageszeitungen

Mit der Ausbreitung des Coronavirus ist unsere Welt eine andere geworden. Die viel beschworene Verhaltensregel der sozialen Distanz klingt etwas weniger dramatisch, wenn man sie dahingehend korrigiert, dass damit (nur) ein physischer Abstand gemeint ist. Langfristig ist das zwar kein angenehmer Zustand, dennoch können, dürfen und müssen wir weiterhin sozial unterwegs sein. Nur eben bis auf weiteres digital.

Chat-Apps: In Kontakt bleiben trotz Corona

Neben dem Facebook-Messenger und WhatsApp gibt es noch andere Dienste, um mit seinen Lieben in Kontakt zu bleiben. Die Apps Telegram, Signal und Wire sind kostenlos und für Android-, iOS- und Windows-Handys verfügbar. Es können Textnachrichten, Fotos und Videos verschickt werden, wahlweise an Einzelpersonen oder Gruppen. Mit Telegram lassen sich auch Dokumente mit bis zu 1,5 Gigabyte versenden.

Doch noch besser als sich zu hören, ist es, sich zu sehen. Das ist mit Hilfe von Videotelefonie-Apps möglich. Die bereits erwähnten Chat-Apps von Facebook, WhatsApp und Signal bieten ebenfalls die Möglichkeit von Angesicht zu Angesicht zu telefonieren.

Sie sollten sich aber den Datenschutz bewusst machen: Der Messenger-Dienst von Facebook schneidet hier am schlechtesten ab, da er direkt an die Plattform von Facebook gekoppelt ist. Eine Verschlüsselung ist nur für Einzelchats möglich und muss erst aktiviert werden. WhatsApp bietet einen etwas besseren Schutz: Eine End-zu-End-Verschlüsselung ist vorab eingestellt, der Anbieter hat aber beispielsweise Zugriff auf die abgelegten Daten wie Bilder. Signal ist hierbei der sicherste Dienst, da er komplett verschlüsselt funktioniert.

Während Facetime nur auf iPhones und iPads von Apple funktioniert, ist die Duo-App von Google für Android und iOS Smartphones und Tablets verfügbar. Duo ist eine reine Videotelefonie-App, bei der es allerdings keine Gruppenchat-Funktion gibt. Zur Registrierung benötigt man nur seine Telefonnummer. Ein Klassiker ist die App Skype, die ebenfalls kostenlos und mit allen Systemen kompatibel ist. Für die Nutzung von Skype ist keine Telefonnummer erforderlich, man muss jedoch ein Benutzerkonto anlegen. Für Skype kann man Gruppen bis zu 50 Teilnehmern einladen.

Spiele-Apps: Selbstisolation mit Kindern

Schon in normalen Zeiten ist es eine Kunst, die Kleinen bei Laune zu halten. Wenn man das Haus nicht mehr verlassen soll, keine Freunde besuchen, in den Sportkurs oder auf den Spielplatz kann, ist es doppelt schwer. Folgende digitale Angebote können hier jetzt helfen.

Den Klassiker "Die Sendung mit der Maus" gibt es aktuell nicht nur täglich im Fernsehen oder auf der Webseite, oder sondern auch als App fürs Smartphone und Tablet. Neben den unterhaltsamen und spannenden Lach- und Sachgeschichten, bietet die "MausApp" Lernspiele und ein 360-Grad-Kino. Die App ist für größere Kindergartenkinder geeignet.

Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren gibt es vom WDR ein vergleichbares Angebot: die "ElefantenApp". Hier sind die Filme eher auf Kleinkinder zugeschnitten und die Spiele leicht. Sehr praktisch: Die App hat einen Timer für Eltern, der akustisch daran erinnert, wenn die Spielzeit vorbei ist.

Das Kinderprogramm von KiKa und ZDF ist über die App "ZDFtivi" abrufbar. In einem Elternbereich der App können Voreinstellungen getätigt werden und zum Beispiel die Nutzungsdauer zu begrenzen. Außerdem gibt es die "KiKaninchen App", mit einigen Spielen und kurzen, für Vorschulkinder gut geeigneten Videos.

Auch die Sesamstraße darf natürlich nicht fehlen und bietet in der gleichnamigen App unterhaltsame Spiele und Filme für Kinder ab vier Jahren.

Alle kleinen Fahrzeug-Fans, die jetzt das Fernweh packt, können mit der App "Swiss Kids" zumindest virtuell den Flughafen besuchen und erkunden - empfohlen ab zwei Jahren.

Genauer hinschauen müssen größere Grundschulkinder bei der App "Imagoras" des Städel Museums. Hier müssen gemeinsam verloren geglaubten Bilder auf einer Mission gerettet werden. Interaktiv werden so große Kunstwerke entdeckt.

Ebenfalls für Große ist die "Honigbiene VR-App" gedacht. Mit ihr kann man virtuell (und mit richtiger Brille sogar in 3D) einen Bienenstock besuchen und so in dieser Zeit ein bisschen Natur erleben.

Alle besprochenen Apps sind für Android und Apple verfügbar und kostenlos. Wir haben sie auf der Webseite "klick-tipps.de" gefunden. Hier lässt sich auch filtern, für welches Betriebssystem, welche Altersstufe und zu welchem Preis man Apps sucht.

Grundsätzliche Empfehlungen, welche Apps sicher und kindgerecht sind, finden Sie auch auf der Seite der EU-Initiative "Klicksafe"oder auf der von der Bundesregierung geförderten Seite "App geprüft".

Info-Apps: In der Corona-Krise informiert bleiben

In Zeiten der Corona-Pandemie sind seriöse und zuverlässige Nachrichten grundlegend. Doch stößt man auch immer wieder auf Falschnachrichten. Umso wichtiger ist es, sich dort zu informieren, wo man den Informationen vertrauen kann.

Das sind in erster Linie Angebote der öffentlich-rechtlichen Medien, wie beispielsweise die Tagesschau, oder der großen Tageszeitungen wie Zeit, Spiegel, Süddeutsche Zeitung oder Frankfurter Allgemeiner Zeitung. Neben Webseiten bieten viele Medienhäuser auch eine App an. Lesen Sie mehreren Quellen und holen Sie sich mindestens zwei Meinungen ein. So können Sie sichergehen, dass Sie richtig und umfassend informiert sind.

Vertrauen Sie der Wissenschaft und den Fakten. Im täglichen Podcast "Coronavirus-Update" von NDR Info informiert und kommentiert der Virologe Christian Drosten (Charité Berlin) regelmäßig die aktuelle Lage. Ebenso wie sein Kollege Alexander Kekulé (Uniklinikum Halle) im MDR-aktuell-Podcast "Kekulés Corona-Kompass". Das Bundesgesundheitsamt und das Robert-Koch-Institut informieren ebenfalls täglich.

Das Coronavirus kennt keine Grenzen und darum schadet es auch nicht, sich bei unseren europäischen Nachbarn zu informieren. Nahezu jeder Fernsehsender und jede große Tageszeitung ist über eine App verfügbar und jederzeit abrufbar.

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