Apps für Menschen mit Behinderung Frau Rollstuhl junge Handy Smartphone Unterwegs draußen Stocksy/Santi Nunez

Barrierefrei! Apps für Menschen im Rollstuhl

3 Min. Lesezeit

Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind auf Barrierefreiheit im öffentlichen Raum angewiesen. Über die GPS-Funktion des Smartphones können sie mit diesen Apps barrierefreie Ziele finden

"Wheelmap" – die Karten-App

Eine Karten-App, die verschiedene Einrichtungen (z.B. Restaurants, Bushaltestellen, Bahnhöfe; WCs, Parkplätze, Läden, Kinos etc.) anzeigt. Alle, die sie nutzen, können die Barrierefreiheit  des jeweiligen Ortes beurteilen, mittlerweile ist daraus eine riesige Datenbank entstanden. Mittels eines Ampelsystems sieht man auf einen Blick, welcher Ort behindertengerecht ist und welcher nicht: grün = barrierefrei, gelb = nur mit Einschränkungen, rot = nicht barrierefrei, grau = noch nicht bewertet.

  • Betriebssystem: Android / iOS; als App oder im Browser nutzbar; Link: wheelmap.org
  • Kosten: gratis

"HandicapX" – behindertengerechte Toiletten

Diese App hat sich auf behindertengerechte Toiletten spezialisiert. Sie listet über 15.600 barrierefreie WCs in 2.200 Städten – auch im Ausland. Auch hier können die Nutzenden mitmachen und zum Beispiel noch nicht aufgeführte Toiletten melden oder bereits vorhandene nach verschiedenen Kriterien (z.B. Sauberkeit, Eignung für Elektrorollstühle etc.) bewerten.

  • Kosten: gratis

"fuelService" – assistiert Tanken

Menschen mit körperlichen Einschränkungen brauchen beim Tanken in der Regel Hilfe durch eine andere Person. Mit dieser App lassen sich Tankstellen finden, bei denen eine Tankassistenz möglich ist. Die App informiert das Tankstellenpersonal über die Ankunftszeit, so dass lange Wartezeiten entfallen. Die Fahrerin oder der Fahrer müssen auch nicht mehr durch Hupen auf sich aufmerksam machen.

  • Kosten: gratis

Hier finden Sie weitere Informationen

Wer nach speziellen Apps sucht, kann bei den entsprechenden Verbänden nachfragen. Beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gibt es zum Beispiel eine Koordinationsstelle Hilfsmittelberater, an die man sich wenden kann.

Auch das Portal "REHADAT-Hilfsmittel" gibt Auskunft. Hier kann man gezielt nach einer App für individuelle Bedürfnisse suchen. Das Portal ist Teil des REHADAT-Informationsangebots. REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e. V., gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus dem Ausgleichsfonds.


Schlagworte

Apps Pflege Behinderung

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