Künstliche Intelligenz zur Hautkrebserkennung iStock/xzoranm

Hautkrebs mit künstlicher Intelligenz erkennen? Projekt macht Hoffnung

2 Min. Lesezeit

Lässt sich Hautkrebs mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erkennen? Dieser Frage sind Forscher:innen in einem Projekt nachgegangen – mit vielversprechenden Erkenntnissen

Harmloses Muttermal oder gefährlicher Hautkrebs? Vor dieser Frage stehen Hautärzt:innen immer wieder. Künftig könnten sie dabei Unterstützung bekommen: durch Künstliche Intelligenz (KI).

Vielversprechende Ergebnisse

Im Projekt "Intelligente Diagnostik" haben Wissenschaftler:innen des Forschungszentrum Informatik (FZI) gemeinsam mit vier weiteren Instituten 21 Monate lang an einer solchen Möglichkeit gearbeitet. Die Ergebnisse sind vielversprechend, heißt es in der Pressemitteilung des FZI.

"Das im Projekt entwickelte System hat hohes Potenzial, aktuelle Standards der Diagnostik (…) hinsichtlich der Diagnosegenauigkeit zu übertreffen." Aktuell liegt die Sensitivität bei der dermatoskopischen Diagnose laut der Mitteilung bei 85 %. Das heißt, dass 15 Prozent der bösartigen Hautveränderungen nicht als solche erkannt werden.

Prototyp existiert bereits

Für das KI-System haben die Forscher:innen einerseits einen Prototypen entwickelt, der mit sogenannter multispektraler Beleuchtung und schnellen Kameras Dinge wahrnehmen kann, die das menschliche Auge nicht sieht. Außerdem wurde das Gerät mit verschiedenen Gewebeproben sozusagen trainiert, Hautkrebs zu erkennen. Es unterscheidet in "Melanom" und "kein Melanom" und lernt mit jeder Probe.

Das Projekt wurde mit 1,7 Millionen Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Seit Juli läuft bereits das Folgeprojekt "Intelligente Diagnostik 2" – ebenfalls unter Förderung des Ministeriums soll ein verbessertes und kostengünstigeres Diagnosesystem entwickelt werden.

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