Nachgefragt: Antworten zu Gesundheitsapps

Von Anja Kopf und Dr. Laura Weisenburger

Sie sind inzwischen oft über den Begriff Gesundheits-App gestolpert, aber wissen eigentlich gar nicht so genau, was sich dahinter verbirgt? Hier ein paar Antworten

Hallo, ich hätte mal eine Frage: Was sind eigentlich Gesundheitsapps?!

Gesundheits-Apps sind digitale Helfer im Alltag. Sie unterstützen, wenn man an einer chronischen Krankheit leidet oder auch gesünder leben will. Zum Beispiel, indem sie wichtige Werte speichern und auswerten oder daran erinnern, Medikamente regelmäßige einzunehmen. Was sie nicht können: die ärztliche Behandlung ersetzen.

Und wie erkenne ich, ob die auch gut sind?

Oh, da gibt es mehrere Kriterien. Ganz wichtig: die App sollte einfach zu bedienen sein. Und es sollte auch klar sein, wer der Hersteller der App ist und welche medizinischen Fachleute dahinter stehen. Am besten wäre es, wenn sogar Studien oder andere Quellen genannt werden. Der Haken: Allgemein einheitlichen Qualitätskriterien gibt es noch nicht. Und auch der medizinische Nutzen ist oft nicht untersucht. Daher sollten Sie das Angebot immer genau prüfen.

Ich muss ja in die Apps viele Daten eintragen - was passiert denn genau mit denen? Ist das überhaupt sicher?

Eine sehr wichtige Frage! Über die Verwendung der Daten muss der Anbieter aufklären - und zwar klar verständlich und nicht in Juristendeutsch. Er sollte auch offenlegen, wie er sie beim Senden und Speichern schützt. Prüfen Sie am besten auch, welche Daten die App genau abruft und ob sie diese an Dritte weiterleitet.

Gesundheits-Apps sollen ja bald verschrieben werden dürfen. Geht das denn bei allen?

Nein, das nicht. Die Krankenkassen zahlen nur ausgewählte Apps, die Ihnen aus medizinischer Sicht helfen. Also Apps, die dabei unterstützen, Blutzuckerwerte zu dokumentieren oder Rückenschmerzen oder Migräne zu lindern. Und damit die Lebensqualität verbessern oder die eigene Gesundheitskompetenz stärken.

Und wer entscheidet das?

Das macht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte - kurz BfArM. Das Institut prüft alle Apps auf Kriterien wie Qualität, medizinischen Standards, Datensicherheit, Datenschutz und Nutzungsfreundlichkeit. Wenn die App freigegeben ist, läuft die Erstattung auch nur auf Probe - für ein Jahr. Dann muss der Hersteller bewiesen haben, dass die App tatsächlich die Versorgung verbessert.

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