KI für Corona Shutterstock/ETAJOE

Zweifel an künstlicher Intelligenz bei der Diagnose von Covid-19

1 Min. Lesezeit

Maschinelles Lernen gilt als vielversprechendes Werkzeug in der Medizin – doch Statistiker warnen vor schwerwiegenden Mängeln bei den derzeitigen Modellen

KI-Modelle wiesen seit Jahren große Mängel auf, so der Medizin-Statistiker und Forscher am Universitätsklinikum Utrecht, Maarten Van Smeden; er leitet ein internationales Forscherteam, das KI-COVID-19-Modelle bewertet. Die Ergebnisse ihrer Analyse haben die Forschenden im Fachmagazin The BMJ veröffentlicht.

Eine Mehrheit der medizinischen Algorithmen unterstütze kaum grundlegende Qualitätsstandards, zudem sei die Mehrzahl der Algorithmen des maschinellen Lernens bei der Erkennung von Krankheiten mit den Ergebnissen von Ärzten vergleichbar, so Smeden.

Die Forscher glauben, dass die schlechte Qualität der überwiegenden Mehrheit der Studien in direktem Zusammenhang mit dem jüngsten Erwartungsdruck der KI in der Medizin steht.

Weiterhin beklagt Smeden einen Mangel an Transparenz. Es fiele schwer herauszufinden, was Forscher einer bestimmten COVID-19-KI-Studie tatsächlich getan hätten, da die Informationen in ihren Publikationen oft nicht dokumentiert seien, erklärt Smeden. Forscher aus verschiedenen Bereichen sollten daher besser zusammenarbeiten, um wirklich gute Modelle zu finden.

Newsletter Anmeldung

Jede Woche aktuelle News und Hintergründe direkt in Ihr Postfach

Optionale Angaben
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen
Bitte stimmen Sie der Datenschutzerklärung zu
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an
Ihre Eingabe ist zu lange