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Verpflichtend ab 2021: Digitalisierte Meldewege für Labore

2 Min. Lesezeit

Der Bundestag will die Nutzung des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz (Demis) für Labore ab 2021 verpflichtend machen. Das soll Fachlabore entlasten

8000 Coronatest-Meldungen laufen täglich durch das Warnsystem "Demis" des Robert Koch Instituts (RKI). Eine digitale Kommunikation zwischen den Gesundheitsämtern und Laboren findet jedoch nicht flächendeckend statt. Bisher würden Faxe an einzelne Gesundheitsämter gesendet, und im Labor bestimmt welche Meldung an welches Amt gehe. Dadurch können sich Infektionsmeldungen  verzögern, erklärt Olaf Rode, Projektleiter beim Fraunhofer-Fokus.

Daher soll die Nutzung von Demis für Labore und Gesundheitsämter ab 2021 verpflichtend werden. Meldungen werden dann direkt an die Plattform geschickt, diese ermittelt automatisch die Empfänger.

Außerdem melden insgesamt 169 niedergelassene Labore ihre Testkapazitäten an das Robert Koch Institut. Dies entspreche 90 Prozent der niedergelassenen Testkapazitäten. Auch elf Labore des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und 15 Labore in Krankenhäusern seien bereits angeschlossen. 55 der deutschlandweit etwa 350 Labore haben Meldungen über Demis verschickt. Bisher sind 342 der 375 Gesundheitsämter an Demis angeschlossen.

Die Corona-Kontaktnachverfolgung brauche beste technische Unterstützung, personelle Ressourcen und dürfen nicht in langen, vergeblichen telefonischen Kontaktaufnahmen und gegebenenfalls Telefongesprächen vergeudet werden, erklärt Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der Unionspartei. Sie ist überzeugt, dass Demis zur Entlastung der Gesundheitsämter und zu einer Stärkung der Informationssicherheit führen werde.


Schlagworte

Corona Politik

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