Fitnesstracker Handgelenk Herzfrequenz Rate Adobe Stock/Sasin Paraksa

US-Studie: Fitnessarmbänder erkennen Long Covid

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Die Daten von Fitnessarmbändern können zeigen, wie lange eine Corona-Virus-Erkrankung andauert. Das ist das Ergebnis einer Studie des Scripps Research Translation Institute in Kalifornien, USA

Die Forscher:innen haben zwischen März 2020 und Januar 2021 die Daten von 37.000 Fitnessarmbändern ausgewertet, auf denen sie eine App ihres Forschungsinstituts installiert hatten. Unter den Träger:innen der Fitnessarmbänder waren 827 Personen, die sich wegen einer akuten Atemwegs­erkrankung auf das Corona-Virus hatten testen lassen. Bei 234 Teilnehmer:innen war das Testergebnis positiv.

Die Auswertung der Daten ergab, dass die 234 positiv getesteten Teilnehmer:innen noch zwei bis drei Monate lang eine erhöhte Pulsfrequenz hatten. Zudem schliefen sie länger und machten im Schnitt weniger Schritte pro Tag als sonst.

Am deutlichsten war der Unterschied bei der Pulsfrequenz, sie lag im Durchschnitt 79 Tage nach Beginn der Corona-Symptome wieder beim Ausgangswert. Bei der Schlafmenge und der täglichen Schrittzahl waren es 24 beziehungsweise 32 Tage. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist ein in der Bedeutung unklarer vorübergehender Rückgang der Pulsfrequenz, der auch ande­ren Forscher:innen aufgefallen war.

"Smartwatches und Aktivitätstracker liefern eine Fülle von Daten über individuelle Ausgangswerte, von Herzfrequenz und Schlafmuster bis hin zum täglichen Aktivitätsniveau", sagt Studienleiterin Dr. Jennifer Radin, Epidemiologin der Digital Medicine Division in einer Pressemitteilung. "Diese Daten geben uns neue Möglichkeiten, um zu messen, wie sich der Körper während einer Infektion verändert und wie er sich erholt."

Die Studie ist in der Fachzeitschrift JAMA Network Open erschienen.

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