Gruppe von Forschern Shutterstock/ESBProfessionals

Universitätsmedizin vernetzt sich für Corona-Forschung

2 Min. Lesezeit

An den verschiedenen Klinken wurden teilweise unterschiedliche Erkenntnisse über Covid-19 gewonnen. Diese zusammenzuführen, könnte der Forschung ungemein helfen

Das Nationale Netzwerk der Universitätsmedizin will die Kompetenzen der 34 deutschen Universitätskliniken in einer Datenbank bündeln, um den Kampf gegen das Coronavirus zu verstärken. Voraussetzung dafür ist, dass die Daten über das Virus, die in den verschiedenen Krankenhäusern gesammelt werden, auf einen gemeinsamen Standard gebracht werden. "Damit können große, standardisierte Datensets geschaffen werden, die gemeinsame Analysen möglich machen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Charité, Heyo K. Kroemer.

Das Netzwerk wird mit 150 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert. Zu den weiteren Aufgaben der Vereinigung gehört es, bisherige Behandlungsstrategien auszuwerten. Auch die Vorbereitung auf künftige Pandemien ist ein Teil des Projekts.

Die Forschung soll auch auf europäischer Ebene koordiniert werden. Der Brandenburger Europaabgeordnete Christian Ehler fordert die Schaffung einer EU-Datenplattform zum Coronavirus. "In dem Datenzentrum sollten alle verfügbaren Coronavirusdaten gesammelt und gemeinsame Standards für die Datenerfassung entwickelt werden", erklärt der CDU-Politiker, der dem Forschungsausschuss des Europaparlaments angehört. "Es würde wichtige Daten über Impfstoffe und Behandlungsformen enthalten, die eine schnellere klinische Aufnahme ermöglichen, Verhaltens- und Bewegungsströme ebenso identifizieren wie lebenswichtige Produkte und vorausschauende Analysen durchführen", so Ehler. Zudem könnte Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen, die anhand dieser Daten möglicherweise einen Impfstoff finden könnte.

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