Telemedizin Ohrensensor Covid-19 Coronavirus istock/Hispanolistic

Telemedizinischer Ohrensensor für Corona-Infizierte im Test

1 Min. Lesezeit

Ob Corona-Infizierte mit leichten Symptomen per Telemedizin in der eigenen Wohnung betreut werden können, will die TU München mit dem Test eines Ohrensensors herausfinden

Der einem Hörgerät ähnelnde Sensor misst rund um die Uhr Werte wie Atemhäufigkeit,  Sauerstoffsättigung im Blut, Pulsfrequenz und Körpertemperatur. Per Bluetooth gelangen die Daten zum Studienzentrum am Klinikum rechts der Isar. Ändert sich einer der Werte deutlich und kündigt dadurch einen möglichen schweren Verlauf der Corona-Infektion an, schlägt das System Alarm.

Symptome eines schweren Verlaufs frühzeitig erkennen

"Patienten müssen bei einem einsetzenden gefährlichen Verlauf möglichst frühzeitig in die Klinik", so der Kardiologe Prof. Georg Schmidt. Der Ohrensensor wurde ursprünglich für die Kontrolle von Herzpatienten entwickelt. Durch die Studie soll deutlicher werden, welche Symptome einen schweren Covid-Verlauf und damit eine mögliche lebensbedrohliche Situation ankündigen.

Die Ohrensensoren sollen ermöglichen, das Corona-Erkrankte zu Hause in Quarantäne bleiben und sich trotzdem sicher fühlen können. Außerdem solle sichergestellt werden, dass keine Warnzeichen übersehen und im Notfall sofort Hilfe kommt. Eine solche telemedizinische Betreuung von Corona-Infizierten könnte das Gesundheitssystem erheblich entlasten.

Rund 90 Prozent der Betroffenen kurieren sich zwar ohne schwere Komplikationen in der eigenen Umgebung aus. Doch trotz eines harmlosem Krankheitsbeginns können innerhalb von 14 Tagen hohes Fieber und eine lebensbedrohliche Atemnot auftreten.

Die Universität sucht für die Studie noch weitere Teilnehmer. Interessierte können sich unter www.telecovid.de melden.

Newsletter Anmeldung

Jede Woche aktuelle News und Hintergründe direkt in Ihr Postfach

Anmelden