Paar mit Kind reden per Video mit Arzt auf dem Computer Shutterstock/Evgeny Atamanenko

Telemedizin bewährt sich in der Logopädie

1 Min. Lesezeit

Logopädie mit digitalen Methoden kann so effektiv sein wie eine Behandlung vor Ort, zeigt eine bundesweite Umfrage unter Sprachtherapeutinnen und -therapeuten

Im Zuge der Corona-Krise waren erstmals für eine begrenzte Zeit telemedizinische Behandlungen in der Logopädie erstattungsfähig. Rund 80 Prozent der Logopädinnen und Logopäden hatten davon Gebrauch gemacht, um die Versorgung aufrecht zu erhalten. Dies ergab eine im Mai 2020 durchgeführte Befragung des Instituts für angewandte Gesundheitsforschung der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum). Durch die Teletherapie konnte die logopädische Behandlung aller gängigen Krankheitsbilder fortgeführt werden. Bei einem Großteil der Patientinnen und Patienten handelte es sich um Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren.

Über die Hälfte der 328 Befragten Behandlerinnen und Behandler empfand die Teletherapie als effektiver oder mindestens genauso effektiv wie die Behandlung vor Ort.

Für die Zukunft fordert Dr. Kerstin Bilda, Professorin für Logopädie an der hsg Bochum und Leiterin der Studie, die digitale Therapie fest in die logopädische Versorgung zu integrieren. Vor allem Betroffenen, deren Mobilität eingeschränkt ist oder denen die Zeit für die Anfahrt fehlt, käme dies zugute.

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