Mann surft im Internet Shutterstock/ZivicaKerkez

Symptom-Checker liegen bei der Diagnose oft daneben

1 Min. Lesezeit

Online-Dienste, die auf der Basis von Beschwerden Diagnosen liefern sind kein guter Ratgeber, zeigt eine Studie aus Australien

Bei Verdacht auf eine Erkrankung suchen viele Menschen im Internet nach Antworten. Wissenschaftler von der Edith Cowan University ECU in Australien wollten wissen, wie hilfreich sogenannte Symptom-Checker dabei sind und haben 36 in Australien online zugängliche Symptom-Checker auf den Prüfstand gestellt.

Mit ernüchterndem Ergebnis: Nur in 36 Prozent der Fälle lagen sie mit der Diagnose beim ersten Treffer richtig. In rund der Hälfte der Fälle befand sich ein richtiges Ergebnis unter den ersten drei Treffern.

Etwas besser schlugen sich die Tools, wenn es um die Frage ging, ob die Nutzenden sich in medizinische Behandlung begeben sollten. Bei Notfällen lag der Rat in 60 Prozent der Fälle richtig, bei Nicht-Notfällen jedoch nur in 30 bis 40 Prozent der Fälle.

Michella Hill, Hauptautorin der Studie, warnt davor, Diagnosen aus dem Internet zu viel Vertrauen zu schenken: "...die Realität ist, dass diese Webseiten und Apps sehr vorsichtig betrachtet werden sollten, da sie nicht das ganze Bild betrachten – sie kennen Ihre Krankengeschichte oder andere Symptome nicht." Die Autorin rät deshalb dazu, sich zuerst Rat bei medizinischem Fachpersonal einzuholen und dann das Internet zu befragen.

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