Handschuhe Chirurg Sensoren Feinfühligkeit Operation Hygiene Gesundheit Viren Übertragung vermeiden Anziehen F1online/Martin Barraud

Sensor digitalisiert chirurgisches Fingerspitzengefühl

1 Min. Lesezeit

Japanische Forscher haben ein Sensor-Material entwickelt, das präzise das Feingefühl der Fingerkuppen misst. Davon könnte vor allem die Chirurgie profitieren

Noch immer gelten Chirurg:innen als die großen Künstler der Medizin. Doch jetzt hält auch in diesem Bereich mehr und mehr die Digitalisierung Einzug. Ein neues Sensor-Material mit dem Namen Nanomesh liegt wie eine Haut auf den Fingerkuppen des Operateurs. Ohne das Feingefühl zu beeinflussen, rechnet es die Bewegungen und den Druck der Finger in digitale Daten um. Das Feingefühl in Fingern und Händen sind die Schlüssel für die erfolgreiche Arbeit von Künstlern, Feinmechanikern und Chirurgen.

Mit dem neuen Fingerkuppen-Sensor ist es Forschenden gelungen, erstmals Daten des Tastsinns störungsfrei zu digitalisieren. Tests mit 18 Teilnehmern ergaben, dass die hauchdünnen, aber extrem stabilen Sensoren die Empfindlichkeit der Fingerkuppen nicht beeinträchtigten. Bisherige Messeinrichtungen waren dagegen zu grob und hatten die Messergebnisse deshalb verfälscht.

Nanomesh bietet interessante Perspektiven für alle Tätigkeiten, die besonders geschickte Hände erfordern. So könnten beispielsweise die Hand- und Fingerbewegungen eines Chirurgen beim Vernähen winziger Blutgefäße digital archiviert werden. Einmal digital gespeichert, wäre es ein möglicher nächster Schritt, einen OP-Roboter mit den gleichen feinmotorischen Fähigkeiten auszustatten. Dazu bieten sich weitere zahlreiche Anwendungen im Bereich der Weiterbildung an. Junge Ärzte könnten von den Erfahrungen der besten Chirurgen profitieren.


Schlagworte

Daten Forschung Therapie

Newsletter Anmeldung

Jede Woche aktuelle News und Hintergründe direkt in Ihr Postfach

Anmelden