Erkennung von Bewegungsmustern bei Parkinson Patienten Plainpicture GmbH

Parkinson: Besser behandeln mit künstlicher Intelligenz und Digitaltechnik

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Sensoren, digitale Programme und viel Rechenpower. So wollen Forscher:innen aus den Bereichen Medizin und Informatik die Parkinson-Therapie wesentlich verbessern

An Parkinson sind in den westlichen Gesellschaften bis zu zehn Millionen Menschen erkrankt, und es werden mehr. Die Betroffenen leiden unter unkontrollierbarem Zittern und Schütteln sowie Gang- und Sprechstörungen; oft ist das Gesicht maskenartig erstarrt.

Verbesserte Therapiemöglichkeiten durch künstliche Intelligenz

Das Projekt DIGIPD (Validating DIGItal biomarkers for better personalized treatment of Parkinson’s Disease) des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches sucht nun Antworten auf die Frage, wie Parkinson durch den Einsatz spezieller Sensoren früher diagnostiziert und Betroffene erfolgreicher behandelt werden können.

Mit digitalen Markern an den Schuhen soll etwa der Gang überwacht, mit Sensoren die Stimme und Gesichtsbewegungen Betroffener aufgezeichnet werden. Von der Auswertung der Daten mithilfe Künstlicher Intelligenz erhofft man sich, Krankheitsverläufe vorhersagen zu können. Ärzt:innen könnten so eine Behandlung früher beginnen, beziehungsweise präziser anpassen und so das Fortschreiten von Parkinson verlangsamen.

Das Projekt DIGIPD ist im Mai 2021 gestartet, läuft drei Jahre und wird im Rahmen des europäischen ERA-Netzes zur personalisierten Medizin, ERA PerMed, im "Joint Transnational Call 2020" gefördert. Projektpartner:innen sind das Brain and Spine Institute (ICM) in Paris, die Universität Luxemburg, das Universitätsklinikum Erlangen, die Télécom SudParis (Institute Polytechnique de Paris), die Universität Namur in Belgien, die Portabiles GmbH in Erlangen und die gemeinnützige Organisation "Asociatión Parkinson Madrid". 

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