Hautkrebs: Leberflecke am Rücken Shutterstock/Pixel-Shot

Optische Diagnose könnte Biopsie bei Hautkrebs-Verdacht ersetzen

1 Min. Lesezeit

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz könnten Ärztinnen und Ärzte bald frühzeitig feststellen, ob es sich um Hautkrebs handelt oder nicht - ganz ohne Skalpell

Die Leibniz Universität Hannover und die Universitätsmedizin Rostock haben ein spezielles System für die Hautkrebs-Therapie entwickelt: Der "Hautscanner" soll sowohl erkennen können, ob Leberflecken gut- oder bösartig sind, als auch Aufschluss über deren Eindringtiefe in die Haut geben. Er kann bei sehr flachen, aber auch bei tief in die Haut eindringenden Veränderungen eingesetzt werden. Für die Analyse werden drei Diagnostik-Verfahren miteinander kombiniert. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz soll das System kontinuierlich dazu lernen und sich dadurch selbst verbessern.

Der schwarze Hautkrebs wird immer häufiger diagnostiziert. Fachleute verbuchen jedes Jahr 25.000 Fälle. Um sicherzustellen, ob es sich bei einem Verdacht um Hautkrebs oder gutartiges Gewebe handelt, wird die entsprechende Hautstelle komplett ausgeschnitten und feingeweblich untersucht. In einigen Fällen kann aber nicht die gesamte betroffene Region entfernt werden. Wird nur ein Teil der Hautstelle chirurgisch entnommen, läuft man Gefahr dass der Hautkrebs durch den Einschnitt streut.

Die Scanner soll letztendlich ein zuverlässiges nicht-invasives Diagnoseverfahren bieten, das Ergebnisse bereits nach dem Scan liefert. Kostbare Zeit würde dadurch gespart werden, da Betroffene nicht auf die Ergebnisse der Gewebeuntersuchung warten müssten. Außerdem könnte auch nicht-medizinisches Personal den Scan durchführen. Schließlich soll die "optische Biopsie" idealerweise das Skalpell bei der Diagnosefindung ersetzen.

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