Mit Smartphone-Sensoren psychiche Erkrankungen erkennen iStock/Aaron Amat

Mit dem Smartphone psychische Erkrankungen erkennen

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Verhalten, Bewegungen oder Gesichtsausdrücke sind verraten verraten viel über die Psyche eines Menschen. Der Konzern Apple untersucht gemeinsam mit Wissenschaftler:innen, inwieweit aus dem, was Smartwatch und Handy von uns erfassen, Rückschlüsse auf die psychische Erkrankungen möglich sind

Wie die Zeitung "The Wall Street Journal" berichtet, sollen dafür sowohl die Sensoren des iPhones wie etwa die Frontkamera genutzt werden. Erfasst würden zum Beispiel der Gesichtsausdruck und die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen, was Rückschlüsse auf mögliche neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer sowie psychische Erkrankungen ermöglichen könne. Apple arbeite dafür mit einem Biotech-Konzern sowie externen Wissenschaftler:innen zusammen.

Letztendlich hoffe der Konzern, Algorithmen zu entwickeln, mit denen sich derartige Erkrankungen erkennen lassen und diese als Funktion in das Betriebssystem zu integrieren. Die Studien, so heißt es in dem Bericht, seien aber noch in einer frühen Phase. Die gesammelten Daten seien sehr sensibel und sollen daher ausschließlich lokal auf dem Gerät verarbeitet werden.

Daten zu Emotionen, Konzentrationsfähigkeit und Verfassung

In einer Studie der University of California, Los Angeles, werden iPhones dem Bericht zufolge bereits eingesetzt, um Gesichtsausdrücke, die Art des Sprechens und das Tippverhalten aufzuzeichnen. Zusätzlich würden Informationen zu Bewegungsabläufen, Schlaf und Vitalzeichen per Apple Watch aufgezeichnet. So sammeln die Forscher:innen Daten zu Emotionen, Konzentrationsfähigkeit und Verfassung. Über zusätzliche Befragungen wollen sie herausfinden, inwieweit sich daraus Rückschlüsse auf Depressionen, Stress und Angststörungen ziehen lassen.

In einer anderen Studie mit einem Biotech-Konzern sollen ähnliche Parameter erfasst werden – so sollen kognitive Beeinträchtigungen erkannt werden können, die ein erstes Zeichen für Demenz sein können. Die Studie sei auf mehrere Jahre angelegt und solle nun beginnen, berichtet die US-Zeitung.

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