Medizinisches Cannabis istock/Светлана Зайцева

Medizinisches Cannabis: App-gesteuert inhalieren

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Medizinisches Cannabis ist auf Rezept erhältlich. Die Einnahme hat allerdings ihre Tücken, vor allem bei der korrekten Dosierung. Ein Berliner Start-up entwickelt dafür nun einen Inhalator samt App

Seit 2017 ist die Hanfpflanze in Deutschland zur Therapie bei schwerwiegenden Erkrankungen erlaubt. Die Zielgruppe dafür ist relativ klein, doch die Nachfrage nach medizinischem Cannabis ist im letzten Jahr um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Bessere Überwachung der Therapie

Rund 80.000 Menschen in Deutschland mit schwerwiegenden Erkrankungen bekommen von ihren Ärzt:innen Cannabis für therapeutische Zwecke auf Kassenkosten verschrieben. Sie können ihr Medikament als Tee zubereiten, in Form von Tropfen oder Kapseln einnehmen oder verdampfen und inhalieren. Letztens soll mit dem Inhalator des der Sanity Group besonders einfach funktionieren und die Dosierung sehr sicher machen.

Der Inhalator soll nicht nur exakt die Menge an Cannabis-Extrakt ausgeben können, die eine Ärztin oder ein Arzt verschrieben hat. Die inhalierte Menge Cannabis kann auf einer App gespeichert werden, sodass Nutzer:innen ihre Therapie besser überwachen und die konsumierte Menge mit Ärzt:innen und Apotherker:innen teilen. Der Inhalator schaltet sich ab, wenn die maximale Cannabis-Tagesdosis erreicht ist und kann nur von der Nutzerin oder dem Nutzer per Fingerabdruck geöffnet werden.   

Die 2018 als Händler für medizinisches Cannabis gestartete Sanity Group will nach eigenem Bekunden das gesundheitliche Potenzial von Cannabinoiden erschließen. Wann der Inhalator samt App serienreif sein werden, ist noch nicht bekannt. Es könnte aber schnell gehen, denn einem Bericht des Handelsblatts zufolge, verfügt Sanity Group über 60 Millionen Risikokapital von Investoren.

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