Digital Ratgeber Apps für Kinder in der Pandemie Mädchen Hören Getty Images/Westend61

Lockdown: Apps helfen Kids durch die Krise

2 Min. Lesezeit

Kinder, Jugendliche und Eltern, die während des Lockdown nach digitaler Psychohilfe suchen, werden bei einer gemeinnützigen Organisation fündig

Fast jedes dritte Kind in Deutschland sei psychisch auffällig, so die Ergebnisse der Corona-und-Psyche-Studie (COPSY) des Universitätsklinikums Hamburg ein Jahr nach Beginn der Pandemie. Die Betroffenen müssen jedoch oft mehrere Monate auf therapeutische Hilfe warten. Eine Alternative kann professioneller Beistand per Chat sein. Unter krisenchat.de können Kinder und Jugendliche zwischen zwischen neun und 19 Jahren mit ehrenamtlich tätigen Psychologen, Psychotherapeuten und Sozialarbeitern via WhatsApp oder SMS chatten.

Seit April 2020 habe man 7000 Nutzer:innen beraten, sagte Gründer Kai Lanz. Die etwa 200 Hilfesuchenden täglich hätten Ängste, Depressionen oder würden häusliche Gewalt oder Kindesmissbrauch beklagen. "Zwanzig Prozent aller Hilfesuchenden haben Suizidgedanken", so Lanz. Um den Ansturm zu bewältigen arbeite krisenchat.de mit einem dreifach besetzten Dienstplan und einem Bereitschaftsdienst für Notfälle.

krisenchat.de kooperiert aktuell mit der Krankenkasse Barmer, der Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, der Gesundung Zusammen-Initiative sowie Medienpartnern. Das Portal finanziere sich aus eigenen Mitteln und Spenden, suche aber weiterhin nach Untestützung.  Zudem plane man eine Unternehmensausgründung, so Lanz.

Unterstützung bei psychischen Herausforderungen und emotionalen Problemen im Alltag für Kinder ab sechs Jahren bietet auch das Berliner Start-up Aumio, unter anderem mit einer Meditations-App. Der Digital-Ratgeber berichtete.

Newsletter Anmeldung

Jede Woche aktuelle News und Hintergründe direkt in Ihr Postfach

Anmelden