Junge Frau mit Insulinpen Shutterstock/goffkein.pro

Leichteres Insulinmanagement mit Hilfe künstlicher Intelligenz

2 Min. Lesezeit

Durch künstliche Intelligenz (KI) gesteuerte Programme für das Insulinmanagement von Typ-1-Diabetikerinnen und Diabetikern kommen zu gleich guten Ergebnissen wie ärztlich geführten Behandlungspläne

Sieben internationale Diabeteszentren, welche sich zum sogenannten NextDREAM Consortium zusammenschlossen, haben die Effizienz und Sicherheit eines automatisierten KI-basierten Insulin-Managementsystems untersucht. Die Studie lief über einen Zeitraum von sechs Monaten. 108 Kinder und Jugendliche, welche an Typ-1-Diabetes leiden, nahmen daran teil. Die Forscherinnen und Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass das KI-Programm die Insulintherapie ähnlich sicher und effektiv steuert, wie eine Behandlung unter ärztlicher Leitung.

Außerdem bietet das System den Patientinnen und Patienten rund um die Uhr den Zugang zu einer persönlichen medizinischen Beratung und erleichtert die häufige und mühsame Insulinanpassung. Gerade bei Betroffenen von Typ-1-Diabetes kommt es immer wieder zu gesundheitsgefährdenden Situationen, wie Hypoglykämien oder Ketoazidosen. Diese konnten bei den Personen, welche mit dem KI-gestützten Programm behandelt wurden vermieden werden.

Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz könnte so eine durchweg qualitativ hochwertige Versorgung sichergestellt werden: Sowohl für Betroffene, die in weiter abgelegenen Gebieten leben, als auch für Ärztinnen und Ärzte, die eventuell weniger Erfahrung mit Insulinpumpentherapie haben.

Für Prof. Moshe Phillip, Direktor des Instituts für Endokrinologie und Diabetes am Schneider Children's Medical Center in Israel und Koordinator des nextDREAM Consortiums, ist die Studie ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer KI-unterstützten Insulintherapie.

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