Neuronen Shutterstock/Whitehoune

Künstliche Intelligenz unterstützt medizinische Forschung

2 Min. Lesezeit

Selbstlernende Algorithmen können Muster in Krankheitsprozessen identifizieren. Die Forschung erhofft sich daraus Hinweise für die Verlangsamung und Prävention neurodegenerativer Erkrankungen

Unter Neurodegeneration versteht man den Untergang von Nervengewebe. Zu den bekanntesten neurodegenerativen Erkrankungen gehören Alzheimer und Morbus Parkinson. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz könnte es gelingen, bestimmte Mechanismen zu erkennen, die zum Zelluntergang beitragen und vielversprechende Therapiemöglichkeiten schneller zu identifizieren.

Noch steht die Forschung ganz am Anfang. Eine Studie der North Carolina State University untersuchte die Veränderung in Nervenzellen infolge von Alterungsprozessen und Kälteeinwirkung beim Fadenwurm, der als Modellorganismus in der Biochemie und Medizin genutzt wird. Ein selbstlernender Algorithmus wurde eingesetzt, um anhand von Bildanalysen Muster der Nervendegeneration zu erkennen. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz konnte binnen weniger Sekunden charakteristische Muster erkannt werden. Es zeigte sich, dass Alterung und Kälteeinwirkung auf verschiedene Weise auf Neuronen einwirken. Die Unterschiede seien für das menschliche Auge nur schwer zu erkennen, für den selbstlernenden Algorithmus hingegen deutlich.

Die Forschenden sind zuversichtlich, dass künstliche Intelligenz in Zukunft weitere Erkenntnisse zu Umweltfaktoren und neurodegenerativen Erkrankungen liefern wird. "Wir kratzen vielleicht erst an der Oberfläche dazu, wie nützlich selbstlernende Algorithmen sein können, um das Verständnis von Neurodegeneration zu erweitern", fasst Forscherin Adriana San Miguel zusammen.

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