Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Bundesministerium für Gesundheit

Kritik an Spahns Immunitätsausweis

2 Min. Lesezeit

Gesundheitsminister Jens Spahn setzt sich für die Einführung eines Corona-Immunitätsausweises ein und erntet dafür von vielen Seiten Kritik. Der Nachweis könnte Teil des neuen Corona-Gesetzes werden, das eine Reihe weiterer Maßnahmen umfasst

Spahn sieht die Vorteile des Ausweises insbesondere im Gesundheitssystem: Dort, "zum Beispiel, bei Pflegekräften, Ärzten, wäre es natürlich sehr gut auch zu wissen, wer schon eine Immunität hat gegen dieses Virus."

Der Ausweis könnte aber auch anderen Menschen ermöglichen, sich freier zu bewegen und womöglich sogar zu reisen - vorausgesetzt eine Immunität wird nachgewiesen.

Ob Menschen, die Covid-19 einmal durchgemacht haben, tatsächlich immun sind, ist derzeit allerdings noch nicht vollständig klar.

Oppositionspolitiker kritisieren den Plan des Gesundheitsministers scharf. Grünen-Chefin Annalena Baerbock wies darauf hin, dass es nach Einführung des "digitalen Impfpasses" möglicherweise zu mehr Kontakten kommen könnte. Auch der Koalitionspartner SPD befürchtete, dass ein digitaler Immunitätsausweis dazu führen würde, dass sich Menschen freiwillig mit dem Coronavirus anstecken, um mehr Freiheiten zu erhalten.

Datenschützer warnen hingegen davor, dass der Immunitätsausweis die Tür für die Speicherung weiterer privater Gesundheitsdaten öffnen könnte.

Die Pläne des Gesundheitsministers sind vorerst auf Eis gelegt, nachdem zu viele Bedenken ohne Lösung offenkundig wurden.


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