Motorisierte Handprothese idw/Hochschule Offenburg

Kleine Kopfbewegungen steuern künstliche Hand

1 Min. Lesezeit

Handprothesen müssen zupacken können und alltagstauglich sein – Kriterien, die bisherige Modelle oft nicht erfüllen. Nun wollen Forschende die Prothese mithilfe einer Augmented-Reality-Brille steuern 

Augmented Reality (AR) bedeutet die computergestützte Erweiterung der Wahrnehmung der Realität. Um AR handelt es sich, wenn beispielsweise bei einer Fußball-Übertragung im TV bei Freistößen die Torentfernung mit hilfe eines Kreises eingeblendet wird.
Forschende von der Hochschule Offenburg nutzen das Verfahren nun zur Steuerung einer künstlichen Hand. Um ihre Prothese zu bewegen, müssen Betroffene eine AR-Brille aufsetzen. Kopfbewegungen in die eine Richtung lösen zum Beispiel das Öffnen der Hand, Kopfbewegungen in die entgegengesetzte Richtung das Schließen der Hand aus.

Noch befindet sich das Verfahren in der Testphase. Niedrige Kosten, einfache Bedienung und kein störanfällige Elektroden machen das System aber zu einer vielversprechenden Lösung zur Wiederherstellung der Handbewegungen. Nach Aussage der Forschenden sei das Verfahren günstiger, weniger störanfällig und leichter zu erlernen als bisherige Systeme.

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