Künstliche Intelligenz Shutterstock/Zapp2Photo

KI unterscheidet Krebs von gesunden Zellen

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Forscherteams von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und des Uniklinikums Augsburg haben ein Programm entwickelt, das mittels künstlicher Intelligenz (KI) gesunde Schleimhaut von Tumorgewebe unterscheiden kann

In Deutschland ist Speiseröhrenkrebs keine sehr häufige Diagnose, doch die Fallzahlen nehmen deutlich zu. Bei Magen- und Speiseröhrenspiegelungen können meist nur kleine, punktuelle Proben entnommen werden. Tumorgewebe im Frühstadium kann hierbei übersehen werden. Ein neu entwickelter Algorithmus könnte nun Abhilfe schaffen.

Helmut Messmann, Direktor der III. Medizinischen Klinik am Uniklinikum Augsburg, und Christoph Palm, Professor für Informatik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, haben ein neues Verfahren entwickelt, bei dem Künstliche Intelligenz mit Hilfe von Bilderkennung und des sogenannten "deep learnings" lernt, in der Speiseröhre Krebsgewebe von gesunder Schleimhaut zu unterscheiden. Die KI wird hierbei darauf trainiert, verdächtiges Gewebe in Echtzeit zu erkennen.

Die Forscher nutzen die technischen Fortschritte bei der Bilderkennung und künstlicher Intelligenz gegen den schwer erkennbaren Speiseröhrenkrebs. Auch Ärzte und Ärztinnen, die nicht so oft mit Speiseröhrenkrebs konfrontiert werden, bekommen so ein Instrument an die Hand, das die Diagnose sicherer mache, erklärt Messmann. Die Arbeit wurde nun mit dem Endoskopie-Forschungspreis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten ausgezeichnet.

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