Digitale Sensoren bei Bienen helfen der Gesundheit Stocksy/Borislav Zhuykov

Kampf dem Bienensterben: Minisensoren sollen neue Erkenntnisse liefern

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Um mehr über die Ursachen des weltweiten Bienensterbens zu erfahren, wollen Wissenschaftler:innen ganze Stöcke und einzelne Tiere mit Minisensoren ausstatten

Bienen sind wichtiger Teil unseres Lebensraums. Weil sie Kräuter, Sträucher und Bäume bestäuben, erwirtschaften sie für die deutsche Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft rund 1,6 Milliarden Euro im Jahr. Das weltweite, ungeklärte Sterben von Wildbienenarten sorgt aber nicht nur deshalb für Nervosität. Die mit den Ernteausfällen verbundene Mangelernährung könnte weltweit die Gesundheit vieler Menschen bedrohen.

Wissenschaftler:innen wollen nun einzelne Bienen und ganze Stöcke mit Mini-Sensoren ausstatten. So wollen sie an Daten gelangen, die die Bedeutung von Umweltereignissen für die Gesundheit der Bienenvölker erklären. Ziel des Projekts mit dem Namen Sens4Bee ist unter anderem, Imker:innen mit entsprechenden Empfehlungen zu versorgen und die Bewertung von Umweltchemikalien zu verbessern.

Die von Micro-Sensys und dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) entwickelten Minisensoren erfassen Temperatur, Feuchtigkeit, Vibration und akustische Signale im Bienenstock. An Bienen tierfreundlich angebracht, bestimmen die maximal 10 mg schweren Sensoren Temperatur, Helligkeit und Flugbewegung der Tiere. Energie erhält das System von einer extrem kleinen Lithiumbatterie.

Das Projekt wird mit einer Laufzeit von drei Jahren mit einem Volumen von 1,1 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). gefördert. Außer dem Fraunhofer IZM und der Firma Micro-Sensys GmbH sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, das Institut für Bienenforschung am Julius Kühn-Institut, die Heinrich Holtermann KG und der Deutsche Imkerbund e. V. an dem Projekt beteiligt.


Schlagworte

Forschung Ernährung

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