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In eigener Sache: gesund.de launcht App für mehr Service

2 Min. Lesezeit

Eine Praxis finden, Befunde speichern, in der Apotheke vor Ort Medikamente bestellen und geliefert bekommen: Die Anfang Mai gestartete Plattform gesund.de erweitert ihr Angebot mit einer App – und bietet eine Alternative zur elektronischen Patientenakte (ePA) der Kassen

Die Nutzer:innen der App können die Suche nach Apotheken und Praxen ihren speziellen Bedürfnissen anpassen. Zum Beispiel lässt sich die Suche auf Apotheken begrenzen, die Arzneimittel ins Haus liefern. In der Gesundheitsakte lassen sich Befundbriefe, Blutwerte, Medikationspläne, Röntgenbilder und Ultraschallaufnahmen speichern. Ein Chat, in dem Apotheker:innen ihre Kund:innen beraten, ergänzt das Serviceangebot.

Zwei Gesundheitsakten im Wettbewerb

Vor allem der Bot:innendienst könnte laut Geschäftsführer Peter Schreiner ein Zugpferd für neue Nutzer:innen sein. "Apotheken werden häufiger zu ihren Kunden nach Hause fahren. Ich bin sicher, dass Verbraucher solch ein Bedürfnis entwickeln", so Schreiner.

Die Gesundheitsakte auf gesund.de dagegen steht im Wettbewerb zu der seit Januar nutzbaren elektronischen Patientenakte (ePA) der Krankenkassen.

"Die ePA formuliert Standards und wird allen Versicherten in Deutschland zur Verfügung gestellt. Wir wollen Nutzer überzeugen, indem sie bei uns zum Beispiel auch Fitnesstracker-Daten oder Einkäufe speichern können – nicht nur medizinische Befunde", erläutert Maximilian Achenbach, Mit-Geschäftsführer von gesund.de.

Wort & Bild ist Geselschafter von gesund.de

Ob die ePA und die Gesundheitsakte nebeneinander existieren können, bleibt abzuwarten. Immerhin planen die Digitalapotheke DocMorris und der Deutsche Apothekerverband (DAV) ähnliche Projekte. "Wir vertrauen auf unsere Stärke, und wir haben gute Chancen, uns im Markt zu positionieren, weil wir eine Vernetzung schaffen können, die es noch nicht gibt", so Schreiner.

Dem Projekt gesund.de des Pharmagroßhändlers Phoenix und des Apotheken-IT-Anbieters Noventi, an dem auch der Wort & Bild Verlag, Herausgeber des Digital Ratgeber, beteiligt ist, haben sich nach eigenen Angaben bereits über 4000 Apotheken angeschlossen. Noch in diesem Jahr soll die 10.000er-Marke überschritten werden. Künftig sollen auch Heilberufler, Pflegedienste und Sanitätshäuser an die Plattform angeschlossen werden.

Die App gesund.de kann ab sofort hier heruntergeladen werden.

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