Herzfrequenzüberwachung mit Smarten Ringen Getty Images/The Image Bank/Silke Woweries

Herzüberwachung per Fingerring

2 Min. Lesezeit

Smarte Helfer in der Medizin werden immer kleiner. Musste man vor wenigen Jahren noch ein handtellergroßes Gerät auf die Brust legen, um die elektrischen Herzsignale aufzuzeichnen, genügt für ein solches EKG heute ein Ring an einem Finger

Der neue EKG-Ring nutzt für die permanente Überwachung von Herz und Kreislauf eine Technik, bei der ausgesendetes Licht von den Blutgefäßen in der Haut reflektiert wird; ein Sensor misst zugleich den Blutfluss im Finger.

Mobiles EKG für den Finger

CART-I, so der Name des Rings, ist als Medizinprodukt zugelassen. Er soll helfen, Unregelmäßigkeiten, zum Beispiel Vorhofflimmern, früh zu erkennen und in einem Notfall schnell zu reagieren. Laut Hersteller erkennt er Auffälligkeiten bei den Messwerten sofort, sodass im richtigen Moment ein EKG aufgezeichnet werden kann.

Alle Messergebnisse stehen den Nutzer:innen in einer App und Ärzt:innen in einem Dashboard zur Verfügung. Die Kosten von aktuell rund 450 Euro für den Ring müssen Nutzer:innen selbst tragen.

Im Vergleich dazu bietet das gewöhnliche EKG in der Arztpraxis deutlich weniger. Denn sobald die Elektroden wieder abgeschnallt sind, endet die Aufzeichnung der Herzsignale. Würde kurz darauf ein Problem am Herzen auftreten, bliebe es zunächst unerkannt.

Trend smarte Ringe

Dass smarte Ringe Gesundheitswerte überwachen, könnte ein Trend werden. So ist im Luxussegment der Selbstüberwachung schon länger der Daten erfassende Ring OURA auf dem Markt. Er ist ebenfalls mit einer App verbunden und soll Ansporn geben, gesund und aktiv zu leben. Dafür misst er Werte wie Herzfrequenz, Körpertemperatur, den Atemrhythmus und Bewegungen und erstellt täglich eine persönliche Gesundheitsanalyse.

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