Hausbesuch vom Arzt: Seniorin beim Blutdruck messen Zuhause Shutterstock/Gligatron

Hausarztpraxen testen “Telemedizin-Assistenten”

1 Min. Lesezeit

In Rheinland-Pfalz startet das Projekt “Telemedizin-Assistent” des Gesundheitsministeriums des Landes

24 Hausarztpraxen mit 56 Ärztinnen und Ärzten sowie 46 Nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa) nehmen daran teil. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen zu verbessern und die Digitalisierung der Medizin voranzutreiben.

Beim Projekt werden die Nichtärztlichen Praxisassistenten, die bisher zur Entlastung von Hausärzten Hausbesuche bei kranken oder immobilen Menschen abstatteten mit einem Technik-Rucksack ausgestattet. Darin sind Blutdruckmessgerät, Blutzuckermessgerät, Pulsoxymeter, 12-Kanal-EKG, Fieberthermometer, eine Wunddokumentation sowie ein Notfallfragebogen zu finden. Ein Tablet mit Mobilfunk übermittelt die gemessenen Daten sofort an die Hausarztpraxis.

Die verantwortlichen Ärztinnen und Ärzte können entscheiden, ob weitere Instrumente für die jeweiligen Hausbesuche nötig sind. Sie haben Zugriff auf Stethoskop, Spirometer, Otoskop oder eine Waage. Auch die Daten, die mit diesen Instrumenten erhoben wurden,  können sofort übermittelt werden.

Dr. Barbara Römer, Chefin des rheinland-pfälzischen Hausärzteverbandes, unterstreicht, dass alle Krankenkassen beim Projekt an Bord seien. Zwar seien die Verhandlungen nicht leicht gewesen und der bürokratische Aufwand sei hoch, allerdings sei man zuversichtlich, gute Ergebnisse beim Projekt zu erzielen. Insgesamt soll dieses über zwei Jahre laufen und im Anschluss wissenschaftlich evaluiert werden.

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