Laptop und Schreibtisch in Vogelperspektive Stocksy/Jovo-Jovanovic

Gefährlicher Leichtsinn mit Online-Passwörtern

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Für viele Menschen war das Internet in den einsamsten Tagen der Corona-Pandemie die einzige Verbindung zur Welt. Das könnte nun für Sicherheitsprobleme sorgen – aber auch Treiber eines Trends sein

Während der Pandemie haben Internetnutzer:innen durchschnittlich 15 neue Benutzerkonten auf verschiedenen Webseiten angelegt. Das ergab eine Umfrage des Unternehmens IBM unter 22.000 Personen in 22 Ländern. Von den Befragten nutzen 82 Prozent dasselbe Passwort für mehrere Konten, und 44 Prozent wollen ihre neuen Accounts nicht wieder löschen oder deaktivieren.

Der unbekümmerte Umgang mit Passwörtern ist ein Sicherheitsrisiko, denn gleichlautende Online-Konten öffnen kriminellen Hacker:innen Tür und Tor. Erschwerend komme hinzu, so die Studie, dass für viele Konten offenbar E-Mail- und Passwort-Kombinationen verwendet wurden, die Cyberkriminellen bereits bekannt sind.

Akzeptanz digitaler Identitätsnachweise wächst

IBM folgert aus der Studie, dass die zunehmende Internetnutzung die Einführung neuer Technologien wie die Telemedizin und den digitalen Identitätsnachweis vorantreiben könne. So sei zum Beispiel der digitale Impfpass eine bereits funktionierende Anwendung zur digitalen Verifizierung der Identität. Die durch Corona gewachsene Vertrautheit mit dem Internet könne dazu beitragen, dass bald auch Pässe und Führerscheine durch digitale Versionen ersetzt würden.

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