Junge Frau schaut auf Herzfrequenz-App Shutterstock/zoff

Fitness-Armbänder liefern Hinweise auf Corona-Hotspots

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Die Daten von Fitness-Armbändern können den Behörden frühzeitig Informationen über die Entstehung potenzieller Corona-Hotspot-Regionen liefern. Hilfe hierbei leistet die App “MyDataHelps”

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die in der britischen Fachzeitschrift "Nature Magazine" publiziert wurde. Hierfür hatten Forscherinnen und Forscher des Scripps Research Translational Institute in La Jolla, Kalifornien, die in Deutschland noch nicht verfügbare App "MyDataHelps" entwickelt. Die App wertet die von Fitness-Armbändern erhobenen Daten wie Herzfrequenz, Schlafdauer und körperliche Bewegung aus. Zusätzlich dazu sammelte sie Angaben der Nutzerinnen und Nutzer zu möglichen Corona-Symptomen und/oder Corona-Testergebnissen.

Bis zum 7. Juni hatten 30.935 Personen aus den USA die App heruntergeladen und dem Forscherteam ihre Daten zur Verfügung gestellt. Von 3.811 Nutzerinnen und Nutzern, die im Untersuchungszeitraum Corona-Symptome angaben, ließen 333 einen Test durchführen, der bei 54 Personen positiv ausfiel. Und tatsächlich stellte das Forscherteam bei den auf das SARS-CoV-2 Virus positiv getesteten Teilnehmenden eine verminderte tägliche Laufleistung fest. Durchschnittlich waren positiv Geteste 3.533 Schritte weniger gelaufen. Des Weiteren verlängerte sich der nächtliche Schlaf dieser Personengruppe im Durchschnitt um 57 Minuten.

Die gezielte flächenmäßige Auswertung der Daten von Fitness-Trackern könnte dem Forschungsteam zufolge Hinweise auf potenzielle Corona-Ausbrüche in einer Region geben und frühzeitig Hotspots erkennen. Für epidemiologische Zwecke sei die Teilnahme von nur 1-2 Prozent der amerikanischen Bevölkerung, die einen Fitness-Tracker bereits benutzen, nötig.


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Apps Corona Daten Forschung

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