Coronavirus App Dezentral Stocksy/ Santi Nunez

Entscheidung für Corona-App gefallen

von
1 Min. Lesezeit

Die Entscheidung für die Tracing-App in Deutschland steht. Die Bundesregierung bevorzugt nun die dezentrale Speicherung der Daten - und macht damit auch den Weg frei, schnell die Smartphone-Schnittstellen von Apple und Google zu nutzen.

Es wird nun eine dezentrale Speicherung der Nutzerdaten geben, das bestätigten Kanzleramtschef Helge Braun und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag. Diese Lösung ist nach Einschätzung von Fachleuten besser für den Datenschutz als ein zentraler Abgleich der Daten. Zudem wird damit der Weg frei, die Apps mit den Smartphone-Systemen von Apple und Google zu verknüpfen. Das dürfte die Apps effizienter und sicherer machen.

"Wir verfolgen als Bundesregierung bei der Entwicklung einer Tracing-App einen Ansatz, der auf Freiwilligkeit beruht, datenschutzkonform ist und ein hohes Maß an IT-Sicherheit gewährleistet", betonten Braun und Spahn. Die Regierung habe das Ziel, dass angesichts der bereits erfolgenden Öffnungen nach den umfangreichen Kontaktbeschränkungen sehr bald die Tracing-App einsatzbereit sei und eine breite Akzeptanz finde. Eine Nutzung der App durch möglichst große Teile der Bevölkerung sei die Grundlage ihres Erfolges.

Beim Konzept von Apple und Google soll die Entfernung zwischen den Nutzern anhand der Bluetooth-Signalstärke gemessen werden. Außerdem sollen die Telefone per Bluetooth Krypto-Schlüssel austauschen, die sich alle 10 bis 20 Minuten ändern. Damit soll man Begegnungen nachvollziehen können, ohne dass Einzelpersonen nachverfolgbar wären.

Die Behörden können Grenzwerte für Signalstärke und die Zeit, die Geräte nebeneinander verbringen, festlegen. Und entscheiden somit, wann sie von einer Ansteckungsgefahr ausgehen. Die Handy Firmen liefern lediglich die Technik hierfür:  Von Google kommt das Smartphone-System Android 6; Apple will die Schnittstellen im Mai zunächst für iPhones mit der System-Version iOS 13 verfügbar machen.

In der App solle auch die Möglichkeit integriert werden, freiwillig in pseudonymisierter Form Daten zur epidemiologischen Forschung und Qualitätssicherung an das Robert-Koch-Institut zu übermitteln.

Newsletter Anmeldung

Jede Woche aktuelle News und Hintergründe direkt in Ihr Postfach

Optionale Angaben
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen
Bitte stimmen Sie der Datenschutzerklärung zu
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an
Ihre Eingabe ist zu lange