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Endlich Bewegung in der Krankheitsfrüherkennung

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Bewegungs-Armbänder, die im Schlaf die Zahl der Atemzüge aufzeichnen, können bei der Früherkennung von Krankheiten helfen. Das zeigt eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin 

Sowohl eine extrem langsame als auch eine besonders schnelle Atmung können Anzeichen für eine lebensgefährlich Erkrankung, etwa des Herzens sein. Die Atemfrequenz werde bei der Früherkennung medizinischer Risiken bisher jedoch kaum beachtet, sagt Dr. Jan Kantelhardt, Physiker an der MLU und einer der Autoren der Studie.

"Die Armbänder sind vergleichbar mit Fitnessarmbändern, nur sind sie um einiges genauer", so Kantelhardt. Die in der Studie verwendeten Geräte registrierten sogar, wenn sich der Arm beim Atmen im Schlaf nur leicht drehte. Der Vergleich mit gleichzeitig im Schlaflabor erhobenen EKG-Daten zeigte: Diese minimalen Bewegungen erlauben sogar genauere Rückschlüsse auf die Atmung als das EKG.

Die smarten Helfer sollen zunächst im Rahmen der NAKO-Gesundheitsstudie eingesetzt werden. Das Ziel dieser 2014 gestarteten Studie ist, die Vorbeugung und Früherkennung von Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Rhythmus-Störungen zu verbessern. Für die NAKO-Studie wurden rund 200.000 Menschen sechs Jahre lang zu ihren Lebensumständen und ihrer Krankheitsgeschichte befragt und untersucht. Einige Teilnehmer hatten die gleichen Bewegungs-Armbänder wie in der aktuellen Studie erhalten. Deren Daten werden jetzt ausgewertet.

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Forschung Wearables

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