Ärztin und Senior beim Gespräch via Computer Shutterstock/Proxima Studio

Durchbruch für Digital Health in Deutschland

2 Min. Lesezeit

Dieses Jahr war für Digital Health in Deutschland entscheidend. Zu diesem Ergebnis kam die seit 2010 jährlich durchgeführte Online-Befragung der EPatient Analytics GmbH

Die Befragung zum digitalen Gesundheitsmarkt zeigte unter anderem: Gesundheits-Apps nutzen bereits 20 Millionen Deutschen. Knapp zehn Millionen verwenden Diagnostik-Apps und über fünf Millionen Bürgerinnen und Bürger haben sich über das Internet schon eine ärztliche Zweitmeinung eingeholt. Drei Millionen Menschen haben daneben Online-Sprechstunden in Anspruch genommen. Und vier Prozent der Befragten seien bereits eine der vor wenigen Wochen zugelassenen Gesundheitsanwendungen verschrieben worden. Die Menschen nutzen Angebote, die ihnen das Leben erleichtern, erklärt Dr. Alexander Schachinger, Geschäftsführer der EPatient Analytics GmbH dazu.

Ein besonders deutlicher Anstieg digitaler Gesundheitsanwendungen konnte zwischen Frühjahr und Herbst diesen Jahres festgestellt werden. Hier habe die Corona-Pandemie die Digitalisierung beschleunigt, vermutet Schachinger. Allerdings würden zum Beispiel die Nutzenden von Online-Sprechstunden nur zu drei Prozent in kleineren Ortschaften leben. Dies könnte auf die schlechten Internetanbindung auf dem Land zurückzuführen sein. Zudem zeige der hier geringe Anteil, dass Versorgungslücken nicht automatisch durch Online-Angebote gelöst werden können.

Außderm bemerkenswert: die Eigeninitiative von Betroffenen. Diese setzen sich mit dem Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen immer mehr auseinander und sind den Gesundheitsprofessionen weit voraus: 46 % entdecken eigenständig Gesundheitsanwendungen oder wurden durch Empfehlungen von Freunden und Familie (22 Prozent) darauf aufmerksam. Andere Verbreitungswege wie die Werbung oder professionelle Empfehlungen (von Ärztinnen und Ärzten) liegen mit 14 Prozent noch vor den Krankenkassen (13 Prozent), Apotheken (fünf Prozent) und Krankenhäusern (drei Prozent).

Die beste Erfolgsmethode eines "digitalen Versorgungsszenarios" seien integrierte Lösungen, so Schachinger. Darunter fallen digitale Programme, die bereits während eines Klinikaufenthaltes vom Personal eingeführt werden und die Patientinnen und Patienten anschließend weiter begleiten.

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