Frau am Bildschirm mit Clipboard Shutterstock/Elnur

Durchbruch bei der Telemedizin?

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Mehrere Anbietende für Videogespräche melden eine Vervielfachung der Nutzerzahlen, immer mehr Praxen bieten Beratung aus der Distanz an. Allein in Baden-Württemberg sollen es mittlerweile 3800 sein

Baden-Württemberg gilt hier als Vorreiter in Sachen Telemedizin. Bereits 2016 startete das Bundesland mehrere Modellprojekte, bei denen Ärzte und Ärztinnen aus der Distanz behandelt haben – unter anderem in Gefängnissen. Diese nehmen das Angebot gut an, dieses Jahr wurden bis April 1500 Häftlinge per Videogespräch medizinisch versorgt. 

Der Ausbau telemedizinischer Angebote schreitet nun weiter voran. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) geht davon aus, dass Anfang April rund 3800 Haus- und Kinderarztpraxen die Genehmigung der Krankenkasse hatten, Videosprechstunden anzubieten.

Dieser Anstieg macht sich auch bundesweit bemerkbar. Das Ärztebewertungsportal Jameda registrierte Ende März beispielsweise eine Steigerung der Suchanfragen nach Videosprechstunden um 1000 Prozent.

Fachleute bewerten eine stetige Entwicklung in diesem Bereich positiv. Am meisten Interesse an digitalen Angeboten hätten die 20- bis 40-Jährigen, allerdings sei die Akzeptanz von Telemedizin durch die Corona-Pandemie in allen Altersgruppen gestiegen. Auch wenn besonders kleine Anliegen schnell per Telemedizin geklärt werden können, betonen die Fachleute, dass der persönliche Kontakt zur hausärztlichen Praxis nicht ersetzt werden könne.


Schlagworte

Telemedizin

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