Gestreßter Mann im Büro vor dem Laptop Shutterstock/wavebreakmedia

Digitalisierte Arbeitswelt erhöht den Stress im Alltag

1 Min. Lesezeit

Berufstätige leiden darunter, dass die Trennlinie zwischen Arbeit und Privatem zunehmend verschwimmt, ergab eine noch vor der Corona-Pandemie durchgeführte Umfrage

Für die Untersuchung zum Thema "digitaler Stress" wurden 3.333 Menschen im erwerbsfähigen Alter aus Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt. Neben dem fortschreitenden Einsickern der Arbeit in das Privatleben beklagten die Teilnehmenden einen sozialen Normenwandel im Bereich der Kommunikation. So sei das subjektive Empfinden, auf E-Mails sofort antworten zu müssen, angestiegen. Auch die immer komplexere Funktionsweise digitaler Anwendungen, eine damit einhergehende Unzuverlässigkeit sowie mangelnde technische Unterstützung wurden als Stressfaktoren genannt.

Auf einer siebenstufigen Stressskala ordneten sich die Teilnehmenden im Bereich 3,0-3,2 ein. Die Forschungsgruppe von der Fachhochschule Oberösterreich, der Uni Linz und der Universität Bonn warnt davor, die Befunde zu unterschätzen. Die Belastung sei ein "reales Phänomen", die Stressfaktoren hätten während der Corona-Pandemie eher weiter zugenommen. Ihre Untersuchung zeige, dass digitaler Stress zu emotionaler Erschöpfung führe und Burnout sowie depressive Symptome nach sich ziehen könnte.

Gegensteuern könne jeder Einzelne durch bewusst gewählten Social-Media-Verzicht und E-Mail-freie Zeiten, so die Forschenden. Auch sich im digitalen Bereich weiterzubilden könne die individuelle Belastung ebenfalls reduzieren. Auf Firmenebene sei eine reflektierte Einführung digitaler Neuerungen wichtig, um den Stress für die Teams gering zu halten.


Schlagworte

Forschung Stress Psyche

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