Hausbesuch bei einer Senioren Shutterstock/Halfpoint

Digitales Monitoring hilft Senioren in der eigenen Wohnung

2 Min. Lesezeit

Die Krankenkasse BKK VBU mit Sitz in Berlin erprobt derzeit in Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst Sophia ein System, das Senioren dabei helfen soll, länger und sicherer in der eigenen Wohnung zu leben.

Für die Studie installiert die Krankenkasse in den Wohnungen von 200 Seniorinnen und Senioren mehrere Bewegungsmelder. Diese registrieren rund um die Uhr die Aktivitäten im Haus, um ein Bewegungsprofil zu erstellen, dass von dem Pflegedienst ausgewertet wird. Bei Abweichungen von der normalen Aktivität könne dann reagiert werden, indem beispielsweise eine Pflegekraft nach dem rechten sieht.

Bei dem Pilotprojekt soll es auch darum gehen, ob sich so die Zahl der Krankenhausaufenthalte von pflegebedürftigen Menschen verringern lässt. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass durch die digitale Assistenz der Kontakt zum Menschen nicht verloren geht. Soziale Isolation sei nicht wünschenswert, sagte die Psychologin Johanna Nordheim, die die Studie leitet.

Ein Risiko des Monitorings könnte darin bestehen, dass Seniorinnen und Senioren eine Sicherheit vermittelt wird, die zu einem gefährlichem Verhalten führen könnte. "Ich fühle mich sicherer und bin vielleicht gewillt, ein Verhalten zu zeigen, was ich vorher nicht gezeigt hätte. Ich bin vielleicht unvorsichtiger, ich zeige risikoreicheres Verhalten, weil ich ja weiß, da ist im Hintergrund jemand, der kümmert sich um mich", so der ebenfalls am Projekt beteiligte Forscher Jan Zöllick.

In Zukunft sei es auch denkbar, neben einem Bewegungsprofil weitere Daten zu erheben. Um eine individuelle Betreuung zu ermöglichen, könnten auch Blutdruck, Herzfrequenzen und Blutzucker gemessen werden.


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Daten Pflege Senioren

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