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"Datenschutz darf eine bessere Medizin nicht verhindern"

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Wie weit darf Datenschutz im Gesundheitswesen gehen? Die Antwort erfordert einen Abwägungsprozess, meint Dr. Gottfried Ludewig, Leiter der Abteilung „Digitalisierung und Innovation“ im Bundesgesundheitsministerium (BMG)

"Alle unsere Diskussion beginnen damit, was verboten ist, und keine damit, was man mit den Daten machen kann", sagte Ludewig kürzlich auf einer Online-Konferenz des Instituts für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig.

Zwar sei es richtig, dass in Deutschland auf Datenschutz großen Wert gelegt werde. Jedoch werde die Debatte oft nur von denen geführt, die die Risiken der Datennutzung betonen, so Ludewig weiter. Datenschutz dürfe aber nicht verhindern, eine bessere Medizin zu machen.

Sachverständigenrat: Chancen überwiegen Risiken

Ludewigs Äußerungen passen zeitlich zu dem gerade veröffentlichten Gutachten zur Digitalisierung im Dienste der Gesundheit des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR). Daraus geht unter anderem hervor, dass der Rat in der Digitalisierung große Chancen für eine bessere Gesundheitsversorgung sieht, die weitem die Risiken überwiege. Der Datenschutz müsse dem SVR zufolge daher im Sinne eines umfassenden Patientenschutzes neu gedacht werden.



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