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Das sind die erfolgreichsten Gesundheitsapps auf Rezept

2 Min. Lesezeit

Apps gegen Tinnitus, Rücken- und Knieschmerzen sowie Adipositas sind die am meisten nachgefragten „Apps auf Rezept“. Das ergab eine Umfrage unter gesetzlichen Krankenkassen

Mehr als 3000 digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), so ergab die Umfrage unter 18 teilnehmenden Kassen, wurden in den ersten drei Monate nach dem Start der gesetzlichen Erstattung verschrieben. Hochgerechnet auf alle gesetzlich Versicherten dürfe man von rund 3700 Verschreibungen in Deutschland ausgehen, so das Handelsblatt.

DiGA eröffnen neue Möglichkeiten rund um die Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das Datenschutz und Datensicherheit der Apps prüft, nennt DiGA auch "digitale Helfer" in der Hand der Patient:innen. Aktuell sind 10 verschreibbare Anwendungen beim BfArM gelistet.

"Gerade durch Corona-bedingte Beschränkungen ist unsere App für viele Behandler:innen und Patient:innen eine sinnvolle Ergänzung, weil sie dabei unterstützen kann, Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen von zu Hause aus effektiv zu lindern", sagt Dr. Philip Heimann, Gründer und CEO von Vivira, der App gegen Rücken- und Knieschmerzen gegenüber dem Digital Ratgeber. Man sehe sich in der Verantwortung, die ärztliche Therapie sachgemäß und leitlinienbasiert zu ergänzen, um die Therapeut:innen zu entlasten und die Versorgung zu verbessern, betont Dr. Uso Walter von den Entwicklern der Tinnitus-App Kalmeda. Die App Zanadio, so der Anbieter, setze die Prinzipien der Behandlung von starkem Übergewicht digital um.

Für die Zukunft wird erwartet, dass mehr Apps auf den Markt kommen. Ein Grund dafür dürfte die steigende Nachfrage nach DiGA sein, ein weiterer, dass die Apps ihren Entwickler:innen Umsätze in Millionenhöhe bescheren, da sie die Preise im ersten Jahr selbst bestimmen. Eine preisliche Rahmenvereinbarung für die Zeit danach gibt es noch nicht.

Wie teuer das DiGA-Angebot für die Krankenkassen wird, hängt wohl auch davon ab, wie sich das Tempo bei den Ärzten und Therapeuten entwickelt. So verlangen die Entwickler:innen bis zu 750 Euro pro Quartal für eine DiGA. Bei hochgerechneten 3660 DiGa pro Quartal, müssten die Kassen in diesem Jahr mit Ausgaben von über zehn Millionen Euro rechnen.

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