Hände tippen auf Tablet Shutterstock/Tero Vesalainen

Bundeskabinett billigt weitere Funktionen der ePA

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Die ab 2021 geplante elektronische Patientenakte soll zusätzliche Funktionen bekommen. Das Bundeskabinett hat den entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht.

Krankenhäusern und ärztlichen Praxen ist es ab der Einführung Anfang 2021 somit auch möglich, die elektronische Patientenakte (ePA) mit mehr als nur den Stammdaten zu befüllen. Patientinnen und Patienten, die die ePA nutzen, bekommen so die Möglichkeit, umfassende Gesundheitsdaten zu speichern und über ein Smartphone oder Tablet einzusehen. Zum Start soll das mit Befunden, Arztbriefen und Röntgenbildern möglich sein. Ab 2022 sollen sich auch der Impfausweis, der Mutterpass, das gelbe Untersuchungsheft für Kinder und das Zahn-Bonusheft in der ePA wiederfinden können.

Die Daten sollen bei einem Wechsel der Krankenkasse übertragen werden können. Die Krankenkassen werden den Versicherten ab Anfang 2021 die freiwillige Nutzung der ePA anbieten.

Künftig sollen Nutzerinnen und Nutzer der ePA zudem entscheiden können, wer welche Dokumente einsehen kann. Diese Funktion wird jedoch erst im Jahr 2022 freigeschaltet. Die Opposition kritisiert dies. Dass Patienten im ersten Jahr nur entweder alle oder keine Daten freigeben könnten, sei skandalös, so Achim Kessler, Gesundheitsexperte der Linken.

Der Datenschutz liegt im Verantwortungsbereich der Praxen, Krankenhäuser und der anderen Beteiligten. Bei Verstößen und Versäumnissen drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 300.000 Euro.

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